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tetraodon nigroviridis nachgezüchtet... leider! Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 19.02.2009 09:04 Titel: tetraodon nigroviridis nachgezüchtet... leider! Antworten mit Zitat

Site Admin

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Beiträge: 2427
Wohnort: Hamburg

moin leute,
tetraodon nigroviridis wurde nachgezüchtet und in baldiger zukunft wird es wohl, zuminddest in den usa, nur noch nachzuuchten dieses fisches geben. gut für die thailändische natur, schlecht für den fisch: den weibchen werden chemikalien gespritzt, weil man sie sonst nicht zum ablaichen bringen kann. ich finde so etwas ehrlich gesagt pervers: http://news.ufl.edu/2009/02/17/puffer-fish/
martin
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Markus Schulz
BeitragVerfasst am: 19.02.2009 10:06 Titel: Antworten mit Zitat



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Beiträge: 183

Moin,

weia Rolling Eyes !
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Sarah22
BeitragVerfasst am: 19.02.2009 12:52 Titel: Antworten mit Zitat



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Beiträge: 298
Wohnort: krefeld

Oh man...
Die sind so krank.Sonst interessieren die sich auch nicht für die Umwelt/Natur.Sind doch alles nur Spielereien von den perversen Amis...
_________________
2 Erbsen und einige andere Fische und Wirbellose
Zwei Hunde
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Jon October
BeitragVerfasst am: 19.02.2009 13:39 Titel: Antworten mit Zitat



Anmeldedatum: 21.06.2007
Beiträge: 132
Wohnort: Kreis Gütersloh / NRW

Hallo Martin,

so ganz kann ich Dein Entsetzen nicht nachvollziehen. Ich behaupte, mind. 90% aller "Zier"fische werden durch unpassende Haltebedingungen, falsche Fütterung oder auch Einzelhaltung schlicht vom Halter "verbraucht".
Wenn man dann wenigstens auf Nachzuchten zurückgreift und somit die wildlebenden Populationen schützt/schont, sehe ich das äusserst positiv.

Die "Chemikalien" sind Hormone aus der Hirnanhangsdrüse von sog. Speisefischen, z.B. Karpfen.
Die Praxis, mittels Hormon"behandlung Nachzucht zu erzielen, ist nicht neu und wird massenhaft angewandt, um. z.B. den in der Natur wohl ausgestorbenen Feuerschwanz E. biocolor für die Aquaristik zu erhalten.
In Russland werden so wohl bereits Prachtschmerlen nachgezogen, für viele Welsarten ist das gängige Praxis bei gewerblichen Züchtern.
Von daher .......

Gruß

Jon
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 19.02.2009 14:58 Titel: Antworten mit Zitat

Site Admin

Anmeldedatum: 13.04.2007
Beiträge: 2427
Wohnort: Hamburg

moin jon,

Jon October hat Folgendes geschrieben:


so ganz kann ich Dein Entsetzen nicht nachvollziehen. Ich behaupte, mind. 90% aller "Zier"fische werden durch unpassende Haltebedingungen, falsche Fütterung oder auch Einzelhaltung schlicht vom Halter "verbraucht".

Die Praxis, mittels Hormon"behandlung Nachzucht zu erzielen, ist nicht neu und wird massenhaft angewandt, um. z.B. den in der Natur wohl ausgestorbenen Feuerschwanz E. biocolor für die Aquaristik zu erhalten.
In Russland werden so wohl bereits Prachtschmerlen nachgezogen, für viele Welsarten ist das gängige Praxis bei gewerblichen Züchtern.
Von daher .......


@1: das finde ich genau so falsch und mir tut es um jedes tier leid, daass in solche hände gerät. macht daher das spritzen von tieren nicht besser. die richtige antwort auf die überfischung von tieren wären der fangstop, nicht eine medizinisch eingeleitete zucht.
@2: ich weiß, dass das nichts neues ist und in der nahrungsmittelindustrie ja noch verbreiterter. trotzdem finde ich es schlimm, eben weil es für diese tiere eine qual ist.
zur erhaltung einer art kann ich das ganze ja noch verstehen. aber auch hier: der richtige weg wäre das auswildern des bicolor und der schutz seines habitats. so lange es dazu nicht kommt dient die nachzucht nur den freuden der aquarianer der reichen länder und wäre daher meiner meeinung nach absolut zu veernachlässigen.

ich finde es krank, tiere durch das spritzen von hormonen nachzuzüchten, um spaß an ihnen zu haben. egal, wie lange es das schon gibt.
marttin
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Ron
BeitragVerfasst am: 19.02.2009 15:40 Titel: Antworten mit Zitat



Anmeldedatum: 24.07.2008
Beiträge: 975
Wohnort: Leipzig

Martin Hi. hat Folgendes geschrieben:
der richtige weg wäre das auswildern des bicolor und der schutz seines habitats


Hi,

hat zwar eigentlich nichts mit dem Thema zu tun. Aber soweit ich weiss ist der bicolor nicht in der Natur ausgestorben. Der Bestand ist nur drastisch zurück gegangen auf Grund eines Staudamms. Ähnlich ist es wohl mit der Schachbrettschmerle.
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fischerin
BeitragVerfasst am: 19.02.2009 17:14 Titel: Antworten mit Zitat



Anmeldedatum: 05.02.2009
Beiträge: 15
Wohnort: Potsdam

Hallo,
bemerkenswert ist ja auch der Hintergrund der Anstrengung, nämlich die "Verwertung" für die genetische Grundlagenforschung.
Die Wildbestände werden entlastet - das ist sicher positiv- aber wie viel mehr Lebewesen einer Art werden von nun an kommerziell produziert, um dann für die Heimtier- und Forschungsindustrie verbraucht zu werden?

Das gilt für andere Arten schon lange, aber das macht mich nicht weniger traurig, dass die Kugler nun auch einen solchen Weg einschlagen.
Pech für den Nigro, dass er das kürzeste bekannte Genom aller Wirbeltiere besitzt.

Gruß
Wiebke
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bratfass
BeitragVerfasst am: 20.02.2009 10:22 Titel: Antworten mit Zitat



Anmeldedatum: 30.11.2007
Beiträge: 130
Wohnort: Modautal

Hi,

selbst wenn es schon bei einigen anderen Gewohnheit sein sollte, finde ich solche Praktiken immer wieder traurig, da sie absolut unnötig sind. Kommt bei mir mit dem kleinen Jungen gleich, dr Frösche aufbläst Shocked
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liebe Grüße, Michael

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Pawel
BeitragVerfasst am: 22.02.2009 16:28 Titel: Antworten mit Zitat

Moderator

Anmeldedatum: 16.04.2007
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..... ! das ist ja was. Ich starte bald noch ein versuch mit meinen nigros, wenn da wieder nichts passiert bin ich am ende mit meinem latein.
Möglicherweise sollte man nur fische halten, die man in gefangenschaft nachzüchten kann- ohne wildes gespritze. Kommt da noch der durchbruch bei t. nigroviridis? Ich bin mir nicht sicher Sad
Mfg,
Pawel
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Ron
BeitragVerfasst am: 22.02.2009 18:55 Titel: Antworten mit Zitat



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Beiträge: 975
Wohnort: Leipzig

Pawel hat Folgendes geschrieben:
Möglicherweise sollte man nur fische halten, die man in gefangenschaft nachzüchten kann


Hi,
sollte man nicht. Wildfänge sind wichtig für die Menschen die damit ihr Geld verdienen. Denn wenn diese Menschen davon leben haben sie auch großes Interesse die Natur vor Ort zu schützen. Aber es sollte, wie schon bei den Süßwasserrochen, begrenzte Fangquoten geben.
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Pawel
BeitragVerfasst am: 22.02.2009 19:41 Titel: Antworten mit Zitat

Moderator

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Beiträge: 403
Wohnort: Schleswig-Holstein

Ja, kann man auch so sehen- wenn es denn rechtzeitig fangquoten gibt...

Andererseits ist es auch nett den fischen in ihren ansprüchen so gerecht werden zu können, dass man revierbildung, eiablage usw usf beobachten kann- und das fehlt mir bisher leider bei t. nigroviridis...
Naja, die hoffnung stirbt zuletzt.... Sad
Mfg,
Pawel
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Jon October
BeitragVerfasst am: 24.02.2009 11:31 Titel: Antworten mit Zitat



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Martin Hi. hat Folgendes geschrieben:
ich finde es krank, tiere durch das spritzen von hormonen nachzuzüchten, um spaß an ihnen zu haben. egal, wie lange es das schon gibt.


Hi Martin,

wir leben in einer kranken und pervertierten Welt, in der z.B. Nahrungsmittel als Energieträger börsennotiert sind - ein menschenverachtender Hohn angesichts der globalen Ernährungs- und Versorgungssituation. Twisted Evil

Die Motivation, Tiere mittels Hormoninjektion nachzuzüchten ist in 1. Linie die Kohle, die sich damit verdienen lässt und in 2. Linie die Neugier. Artenschutz, etc. steht bestimmt nicht auf der Flagge derer, die diese Praxis umsetzen. Trotzdem kann die Nachzucht exotischer "Spass"tiere unserer Wohlstandsgesellschaft dazu dienen, die Wildpopulation zu schützen/schonen.

Deine Argumentation erinnert mich ein bisschen an die "Natur"auarianer, die vehement jede Zuchtform und Mutation als "unnatürlich" ablehnen und dabei nicht bedenken, dass jede weitere Nachzuchtgeneration in Menschenhand die "Gefahr" von Mutationen erhöht ....... Laughing
Dazu kommt, dass ein Fisch im Glaskasten so natürlich ist wie der Mensch auf`m Mond ..... Laughing

Entspannter Gruß

Jon
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 24.02.2009 12:21 Titel: Antworten mit Zitat

Site Admin

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Beiträge: 2427
Wohnort: Hamburg

moin jörg,
dann hast du da die falschen schlüsse gezogen:
ich argumentiere nicht mit natürlichkeit, sondern mit bestimmten rechten, die meiner meinung nach auch tiere besitzen.
wir leben in einer perversen gesellschaft: finde ich auch. man muss deshalb aber auch nicht zynisch werden und immer mehr einfach hinnehmen.
martin
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Ron
BeitragVerfasst am: 24.02.2009 13:27 Titel: Antworten mit Zitat



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Beiträge: 975
Wohnort: Leipzig

Jon October hat Folgendes geschrieben:
Trotzdem kann die Nachzucht exotischer "Spass"tiere unserer Wohlstandsgesellschaft dazu dienen, die Wildpopulation zu schützen/schonen.


Hi,
das stimmt so nicht. Du kannst die Rechnung nicht ohne den Menschen machen die dort leben wo unsere Zierfische herkommen. Viele Menschen dort sind arm, z.B. in Indonesien blüht so der Handel mit illegal geschlagenem Tropenholz und auch mit exotischen Tieren wie Orang-Utans. So werden garantiert keine Wildpopulationen geschützt. Und mit Naturschutz nehmen es die Regierungen der Länder auch nicht so ernst. Also ist es besser eine geregelte Entnahme von Tieren aus der Wildpopulation anzustreben als eine Massennachzucht durch Hormonbehandlung. Denn nur so ist es auch im Interesse der Menschen ,die von diesem Wirtschaftszweig leben, die Wildpopulationen zu schützen.
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Jon October
BeitragVerfasst am: 25.02.2009 11:13 Titel: Antworten mit Zitat



Anmeldedatum: 21.06.2007
Beiträge: 132
Wohnort: Kreis Gütersloh / NRW

Martin Hi. hat Folgendes geschrieben:
...., sondern mit bestimmten rechten, die meiner meinung nach auch tiere besitzen.


Moin Martin,

na ja, die Frage ist dann nur, wo fangen die tierischen Rechte an??? Letztlich existieren Kugler nicht, um uns im Glaskasten zu beglücken, oder?!!
Aber lassen wir das, das wird 1. eine Spirale ohne Ende und 2. weiss ich schon, was Du meinst. Und stimme Deinen Bedenken ja auch grundsätzlich zu.
Wenn, ja wenn das nicht wäre ... Rolling Eyes Wink

Martin Hi. hat Folgendes geschrieben:
wir leben in einer perversen gesellschaft: finde ich auch. man muss deshalb aber auch nicht zynisch werden und immer mehr einfach hinnehmen.


Aua, voll auf die Zwölf, das tut weh ....... Shocked Embarassed Cool
Du hast recht, ich wirke zynisch. Und ja, ich bin`s auch (oft!).
Aber: Ich beurteile fast alles nach folgendem wunderbaren Spruch:
Wo Licht ist, ist auch Schatten!
D.h., wenn ich Wildfänge kaufe und halte und mich über recht günstige Bezugspreise freue, muss ich in Kauf nehmen, dass ein hoher Prozentsatz auf dem Weg in die Industrienationen schlicht verreckt. Den "billig" verkaufen geht nur über "billige" Logistik und "Lagerung", d.h. viel Tier auf wenig Platz bei wenig Futter.
So gesehen ist die hormonelle Manipulation einiger weniger Individuen ein Leid, welches ich zugunsten der Reduzierung des Massenimportleids billigend in Kauf nehme.
Das mag zynisch wirken, ist es aber nicht (aus meiner Sicht).

Ron hat Folgendes geschrieben:
Also ist es besser eine geregelte Entnahme von Tieren aus der Wildpopulation anzustreben als eine Massennachzucht durch Hormonbehandlung. Denn nur so ist es auch im Interesse der Menschen ,die von diesem Wirtschaftszweig leben, die Wildpopulationen zu schützen.


Ohne Nutzungsmöglichkeiten kein nachhaltiger Natur- und Umweltschutz? Da ist was dran. Allerdings frage ich mich gerade, wieviel Prozent der dortigen Bevölkerung jeweils vom Zierfischfang leben??? Ich unterstelle, nur ein verschwindend geringer Teil der Bevölkerung.
Die breite Masse wird "billig" Konsumartikel für die reichen Industrienationen fertigen unter katastrophalen Arbeits-, Rechts- und Umweltbedingungen. Und somit auch kräftig dazu beitragen, dass Flora und Fauna leidet.

Herzliche Grüsse

Jon
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