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Vom Süß- ins Meerwasser (Dichotomyctere nigroviridis) Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen
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Chris_
BeitragVerfasst am: 30.08.2014 10:54 Titel: Antworten mit Zitat



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The_Birdeater hat Folgendes geschrieben:
Hallo Chris,

danke für das Lob! Du hast wirklich einen Nigro, der 15-17cm groß ist? Wie lange hat er gebraucht um diese Größe zu erreichen und wie groß war er beim Kauf? Den Brocken würde ich ja gerne mal sehen. Da kann man ja neidisch werden! Ich dachte solch eine Größe erreichen nur T. sabahensis und T. fluviatilis. ...


Die Alte ist jetzt 6,5 Jahre alt und auch schon so lange in meinem Becken drin.
Ich hatte den Kugelfisch damals mit ca. 5 cm erworben.
Leider hält sich meine Kamera-Quali arg in Grenzen und ich habe lange versucht, einen Größenvergleich zu photographieren.
Letztlich müssen ein paar Bilder von der Front/Maulansicht leider ausreichen.
Tut mir leid, aber vllt. hast Du so wenigstens eine ungefähre Vorstellung, wie groß die Jute ist.





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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 30.08.2014 12:00 Titel: Antworten mit Zitat



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Danke für die Fotos,

Ich kann mir gut vorstellen, dass es ein ordentlicher Brummer ist, da die Augen im Vergleich zum Körper recht klein sind und weit auseinander liegen. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass er Fisch in Sachen Größe einiges auf der Uhr hat. Meine drei haben noch das typische "Kindergesicht" mit den verhätnismäßig großen Kulleraugen. Übrigens ein sehr schönes Tier. Ich mag die Nigros mit den auffallend großen schwarzen Flecken besonders und bin froh, dass zumindest einer von meinen diese Zeichnung hat. Bin gespannt wie groß meine mit der Zeit werden. Zumindest einen solchen Pfundskerl hätte ich ja schon gern.

Gruß, Aaron
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Chris_
BeitragVerfasst am: 05.10.2014 09:06 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo Aaron

Ich hoffe es geht Dir und den Fischen gut.
Lass doch mal wieder was von Dir hören/lesen. Very Happy
Ich habe Deine Berichte immer mit dem größten Interesse gelesen.

LG

Chris
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 07.10.2014 14:19 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo Chris,

danke der Nachfrage!
Mir geht es soweit gut und das Becken läuft im groben weiterhin ganz gut. Bis jetzt gibt es unter den Fischen und auch unter den Korallen und Anemonen etc. keinen einzelnen Verlust zu beklagen. Der grüne Junker (Lippfisch) ist ein gutes Stück gewachsen und wird langsam aber sicher der dominante Fisch im Becken. Er hat auch meinen Röhrenwurmbestand deutlich dezimiert. Die Einsiedlerkrebse wachsen recht zügig und die verschiedenen Weich- und Röhrenkorallen schiessen regelrecht in die Höhe. Kalkrotalgen wachsen gut, besiedeln nun auch alte Einrichtungsgegenstände und sind schön kräftig rosa-pink gefärbt. Die drei Nigros sind weiterhin fit und verhalten sich normal.

Leider plagen mich teilweise auch die typischen Probleme der Seewasseraquaristik. Plagegeister wie Glasrosen und Gänsefußseesterne vermehren sich im Moment wie Teufel. An einigen Stellen sind rote Cyanobakterien auf dem Vormarsch. Durch die fleißige Baggergrundel und die essbare Seegurke haben am Boden aber weiterhin weder Algen noch Cyanos eine Chance. Ich wechsele jeden Sonntag 30 Liter Wasser. Durch das Abwiegen der Salzmenge, anrühren, antemperieren und messen des Frischwassers ist es eine ziemliche Arbeit. Die Osmoseanlage mit nachgeschaltetem Mischbettharzfilter rattert dann meistens bis in den späten Abend um die Vorratskanister wieder aufzufüllen. Phospatabsorber und Aktivkohle wechsele ich monatlich.
Ansonsten gibts nix zu beklagen!

Gruß, Aaron
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 11.10.2014 11:14 Titel: Antworten mit Zitat

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moin,
was die seesterne betrifft, finde ich, dass in der aquaristik eher übertrieben wird. ich hatte schon immer welche und entferne sie einfach ab und an mal mechanisch, indem ich sie vor dem wasserwechsel mit dem kescher vond er scheibe ziehe. jeöfter man das macht, desto besser.
was glasrosen angeht, wäre ich vorsichtiger: solange es noch wenige sind, kann man mit fressfeinden recht leicht dagegen vorgehen, später wird es schwierig.
martin
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 12.10.2014 13:24 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo Martin,

joa an sich stören mich die Gänsefußseesternchen nicht. Blöd ist nur, dass sie scheinbar Kalkrotalgen anfressen, denn wenn sie über sie kriechen, werden die Kalkrotalgen anschliessend weiss. Sie erholen sich aber recht schnell und sind dann wieder rosa. Die Glasrosen sind schon etwas nerviger. An sich schöne Tierchen, aber das Nesselgift ist scheinbar nicht ohne. Krustenanemonen werden ohne zögern verdrängt bzw. vernesselt. Ein Seegrasfeilenfisch (Acreichthys tomentosus) wäre jetzt ein nützlicher Helfer, aber der frisst leider auch andere Anemonen und Korallen an.

Gruß, Aaron
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 13.10.2014 10:51 Titel: Antworten mit Zitat

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moin,
ich habe ein paar dieser feilenfische und bei mir fressen sie nichts anderes an, bei anderen habe ich aber auch schon davon gehört. ob die kugelfische wohl lysmata-garnelen in ruhe lassen würden? die sind auch gut gegen glasrosen.
martin
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 14.10.2014 14:45 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi,

über Lysmata hatte ich auch schon nachgedacht, aber ich habe mich bisher nicht getraut, da die Hauptnahrung meiner drei Kugeler neben Miesmuscheln und Stinten am Stück aus diesen gefrorenen Garnelen besteht.



Bei der Fütterung mit diesen Garnelen rasten sie regelrecht aus und ich befürchte, dass die Kugeler in einen ähnlichen Fressrausch verfallen, wenn ich lebende Garnelen wie Lysmata einsetze. Ein ähnliches Verhalten konnte ich beobachten, als ich damals die noch jungen Einsiedler eingesetzt habe. Die sind aber gut gepanzert, zogen sich blitzschnell in ihre Schneckenhäuser zurück und waren nach ca. einem Tag für die Kugeler uninteressant. Wenn die Lysmatas diesen Tag überleben, könnte es klappen. Andernfalls wäre es ein teures Lebendfutter.

Ansonsten gibt es keinerlei Probleme. Selbst mein Schlangenstern (Ophiolepis superba) und die Seegurke (Holothuria edulis) werden in keinster Weise von den Kugelern beachtet. Umgewöhnte T. nigroviridis sind nach meinen jetzigen Erfahrungen uneingeschränkt "rifftauglich".

Ein paar aktuelle Fotos:

"Nachtwanderung" - Schlangenstern und Seegurke kommen nachts raus und streifen umher.




Die beiden Nigros "Tarvos" und "Kallisto" zusammen mit dem grünen Junker "Mr. Green" (Halichoeres chloropterus).



Caulerpa-Wäldchen



Korkenzieheranemone (Macrodactyla doreensis)



"Einsiedler-Taxi" - Dieser Einsiedler trägt Pumpkorallen und Krustenanemonen mit sich herum.



Scheiben- Teppich- und Krustenanemonen wachsen und gedeihen. Gilt leider auch für Glasrosen und Cyanos.



Gruß, Aaron
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 20.10.2014 15:01 Titel: Antworten mit Zitat

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moin,
lysmatas sind ja nachtaktive tiere, die sich ansonsten in spalten verstecken. darum könnte man es durchaus mal mit einer versuchen. ich würde sie einfach abends nach dem ausschalten des lichtes einsetzen.
martin
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 29.10.2014 18:08 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi Martin,

ja so in etwa habe ich mir das auch gedacht. Leider sind die Lysmata wurdemanni keine 100%ige Garantie, dass sie Glasrosen fressen. Habe öfters gehört, dass sie die "Arbeit" schnell einstellen, wenn sie im Becken genug anderes Futter finden. Der Acreichthys wäre zwar eine Radikal-Lösung, aber auf meerwasserlexikon.de habe ich zu viele übele Berichte über ihn gelesen. Ein ziemliches Risiko. Nachher frisst er noch alles, aber nicht das, was er fressen soll. Manche fressen Glasrosen, andere fressen lieber die teuren Korallen und Anemonen und andere wiederum fressen weder das eine noch das andere, sondern nehmen lieber das ihnen abgebotene Frostfutter.

Ich habe aber eine andere Lösung gefunden: Aeolidiella stephanieae



Diese ca. 2cm lang werdene Meeresnacktschnecke ist ein Nahrungsspezialist und ernährt sich ausschliesslich nur von Glasrosen. Angeblich sollen bereits 7 dieser winzigen Schnecken ein 300 Liter-Becken in wenigen Wochen glasrosenfrei machen. Wenn die Glasrosen weggefressen sind, sterben auch die Schnecken. Der Vorteil ist, dass diese fleißigen Helfer nachtaktiv sind und somit den meisten Fischen aus dem Weg gehen. Tagsüber verstecken sie sich im Lebendgestein. Da gibts nur zwei Probleme:

1. Die Viecher sind SAUTEUER!!! 6 kleine Schnecken kosten mit Versand WEIT ÜBER 100€!!!

2. Ich habe keine Ahnung, wie meine drei Kufis als angeborene Schneckenfresser auf diese Nacktschnecken reagieren. Noch mehr Sorgen mache ich mir wegen meinem grünen Junker-Lippfisch. Der ist nämlich super darin, tagsüber Röhren-, Borsten-, und Strudelwürmer aus den Ritzen des Gesteins zu popeln. Ich hätte bedenken, dass er die Schnecken frisst. Das wäre das teuerste Lebendfutter in der Geschichte der Aquaristik! Laughing

Gruß, Aaron
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 30.10.2014 18:49 Titel: Antworten mit Zitat

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moin
was die geschwindigkeit der schnecken angeht, kann ikch das nicht bestätigen. ansonsten sind die natürlich gut.
was den preis angeht, würde ich mal in den verschiedenen foren nach privatangeboten gucken: da die relativ leicht nachgezüchtet werden können, gibt es da immer wieder angebote, die weit unter dem liegen, was man im laden zahlt.
was die verträglichkeit mit fischen angeht, kann ich speziell zu deinen arten natürlich nichts sagen, allerdings sollenn die meisten fische sie in ruhe lassen. ich vermute, dass sie "brennen". aber vorsicht: die meisten glasrosenfressenden tiere (z.b. lysmata) sollen die schnecken gerne fressen! also lieber keine kombinationen probieren!
hier als beispiel: http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-berghia/k0
viel glück!
martin[/url]
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 30.10.2014 20:25 Titel: Antworten mit Zitat



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Super. Danke für die Tips, Martin.

Kombinieren würde ich es auch nicht. Wenn dann würde ich es nur mit den Schnecken versuchen. Das sie brennen bzw. für Fische ungeniesbar sind, vermutet mein Schwager übrigens auch. Auch das anemonen- oder polypenartige Aussehen der Nacktschnecken könnte die meisten Fische abhalten sie zu verzehren. Gut möglich, dass sie das Nesselgift der Glasrosen irgendwo speichern. Ich bleibe da mal am Ball!

Es gibt nun doch die ersten Verluste in meinem Becken. Von meinen ursprünglichen 5 Einsiedlern sind nur noch zwei übrig. Den Mörder habe ich auch bereits entlarvt! Nein, es sind nicht die Nigros, wie wahrscheinlich jetzt alle vermuten würden. Ursprünglich hatte ich 5 kleine Krebse in 3 verschieden Arten. Zwei Blaue Halloween-Einsiedler, zwei Striolatus-Einsiedler und einen Großscheren-Einsiedler. Mein Schwager hatte ein Paket aus 25 jungen, unterschiedlichen Einsiedlern bestellt und mir 5 davon gegeben. Vor geraumer Zeit fand ich einen der Halloween-Einsiedler nackt und tot an der Oberfläche. Verdächtig wurde ich bereits, als ich den Großscheren-Einsiedler in dem Gehäuse fand, indem vorher eben dieser Halloween-Einsiedler lebte. In den folgenden Wochen verschwanden zwei weitere Einsidler. Gestern konnte ich beobachten, wie der Großscheren-Einsiedler den letzten noch übrigen, aber größeren Striolatus-Einsiedler angriff. Dieser konnte sich jedoch gut wehren und suchte das Weite. Ich bin mir nun ziemlich sicher, dass der Großscheren-Einsiedler der gesuchte Mörder ist und unter dringendem Tatverdacht steht! Obwohl ihnen dutzende Häuser in verschiedenen Größen zur Verfügung stehen, bricht er dennoch in die Immobilien seiner Nachbarn ein und nötigt sie zum fristlosen Auszug. Welch ein Glück, dass der Striolatus-Einsiedler größer ist als der Killer selbst. Dennoch ergreift er sofort panisch die Flucht, sobald er den Großscheren-Einsiedler in der Nähe bemerkt. Welch ein Krimi!

Aktuelle Fotos...



Der überführte Einsiedler-Mörder! Das haarig wirkende Gebilde im Hintergrund ist eine Röhrenkoralle, die sich inzwischen verdoppelt hat.


Auch die Broccoli-Weichkoralle hat sich inzwischen in ihrer Größe verdoppelt und ragt fast bis zur Oberfläche!


Schlangenstern trifft auf Seegurke. Das fand auch der grüne Junker spannend. Die Begegnung der Stachelhäuter verlief glimpflich.


Inzwischen mehr als deutliche Größenunterschiede


Der Blick in den Spiegel vermittelt deutlich: "Ja, ich bin schön!"


Aaarghhh...wenn die doch nur stillhalten würden! Rolling Eyes

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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 03.11.2014 21:09 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi,

obwohl mir das Risiko stets bewusst war bzw. ist, habe ich mich nun doch umentschieden und die "Feilenfisch-Methode" zur Bekämpfung der Glasrosen gewählt.

Beim Händler meines Vertrauens hatten sie kürzlich Seegrasfeilenfische (Acreichthys tomentosus) in verschiedenen Größen reinbekommen, die ich mir heute genauer angeschaut habe. Mit der Option, dass ich den Fisch bei Übergriffen auf Korallen und andere Anemonen wieder zurückbringen kann, habe ich schliesslich einen zum Preis von 30€ gekauft. Ich wählte bewusst ein kleines, gerade mal 4,5cm langes Jungtier. Es war im Verkaufsbecken sehr neugierig und suchte das Gestein unablässig nach Nahrung ab. Nach ausreichender Anpassung zu Hause, habe ich ihn eingesetzt. Er war ungelogen nichtmal 30 Sekunden im Becken, als er bereits die erste kleine Glasrose vom Stein pickte und verschlang. Die drei Nigros haben ihn neugierig betrachtet und vorsichtig verfolgt, aber schnell wieder das Interesse an ihm verloren.

Inzwischen hat er schon ca. 20 kleine Glasrosen verputzt. Dabei frisst er aber nur die ganz kleinen, die er mit einem Biss lösen und direkt verschlingen kann. Große Glasrosen beachtet er nicht. Übergriffe auf Korallen und andere Anemonen habe ich bisher nicht beobachten können. Hoffentlich bleibt das so. Wenn ja, wäre es ein voller Erfolg. Ich erwarte nicht, dass er die Glasrosen gänzlich ausrottet. Wenn er die pestartige Vermehrung stoppt oder zumindest grob eindämmt, genügt mir das schon völlig.

Ich finde den Fisch überaus ansehnlich und sehr interessant. An seiner Art der Bewegung und dem generellen Verhalten erkennt man gut, dass Feilenfische sehr nahe mit den Kugel- und Drückerfischen verwandt sind. Besonders beeindruckend finde ich seine schnellen Farbwechsel zwecks Tarnung. Schwimmt er über Gestein, hat er eine dunkelgrüne Färbung mit helleren Streifen und Punkten. Schwimmt er in den Caulerpa-Tang, nimmt er innerhalb weniger Sekunden dessen leuchtend grüne Farbe an! Das ruhige, bedächtige Verhalten mit den schwirrenden Brust-, Rücken- und Afterflossen erinnert mich etwas an den südamerikanischen Blattfisch (Monocirrhus polyacanthus) aus dem Amazonas.

Natürlich habe ich den Kerl während seiner Arbeit direkt mal abgelichtet.

Ãœber Gestein







Farbwechsel im Caulerpa






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Zuletzt bearbeitet von The_Birdeater am 06.11.2014 20:48, insgesamt einmal bearbeitet
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 06.11.2014 19:16 Titel: Antworten mit Zitat

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moin,
ich halte diese art ja auch und habe sie auch mal nachgezüchtet, wie ich hier schon irgendwo geschrieben habe. finde die auch toll. wusste allerdings nicht, dass sie auf die grüne farbe wechseln könen, das ist echt schön!
wenn dein becken groß genug sein sollte, hol dir doch noch einen partner dazu, dann kannst du es auch mal mit der nachzucht versuchen...
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 06.11.2014 20:37 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi Martin,

ja das geht extrem schnell. Fast wie bei einem Tintenfisch. Sobald er ins Caulerpa schwimmt, nimmt er innerhalb von 2-3 Sekunden eine nahezu identische Farbe an. Sehr interessant! Wenn in deinem Meerwasserbecken Caulerpa wachsen kann, kannste es ja auch mal versuchen. Obwohl er nicht immer da drin ist, wird er zwischenzeitlich immer wieder magisch vom Caulerpa angezogen und tarnt sich darin. Der kleine Kerl lernt auch sehr schnell. Inzwischen frisst er schon Muschel- und Garnelenfleisch von der Pflanzenzange. Obwohl er mit Abstand der kleinste Fisch im Becken ist, schwirrt er mutig zum Futter und lässt sich auch durch die anderen, deutlich größeren Fische nicht verdrängen oder stören. Wenn sich das Licht abschaltet, bleibt er im Gegensatz zu allen anderen Riffbewohnern dennoch wach und setzt seine unablässige Nahrungssuche fort. Den Nigros, die dann auch noch unterwegs sind, ist der knuffige Kerl etwas unheimlich. Bei direkten Begegnungen weichen sie dem getarnten Kamerad stets aus. Auch der grüne Lippfisch findet ihn irgendwie komisch und stupst ihn mit geöffnetem Maul weg, wenn er ihm im "Tarnmodus" zu nah auf die Pelle rückt.

Das mit der Zucht klingt interessant. Mein Händler sagte mir bereits beim Kauf, dass man sie schon nachgezüchtet hat und das man auch die Geschlechter unterscheiden kann. Meiner soll dafür aber noch zu klein sein. Wenn sich der Fisch dauerhaft gut macht, könnte man in der Tat mal über einen Partner nachdenken. Pflegst du sie zusammen mit Canthigaster valentini? Klappt das gut? Kommen die Feilenfische untereinander auch gut klar? Die im Händlerbecken hatten teilweise Flossenschäden, als ob sie, ähnlich wie Kugeler, auf engem Raum zu Flossenbeißerei neigen würden.

Gruß, Aaron
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