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Vom Süß- ins Meerwasser (Dichotomyctere nigroviridis) Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen
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Chris_
BeitragVerfasst am: 08.03.2014 14:40 Titel: Antworten mit Zitat



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Na klingt doch super, Aaron. Das wird schon und ist bei Deimos vllt. auch den "Misshandlungen" und dem Charakter des Tieres geschuldet.
In meinem Becken schwimmen auch grüne KuFi's von rotzfrech bis Angsthase.
Ich habe sowieso immer den Eindruck, dass es eher die Männchen sind, welche sich in Zurückhaltung üben. Meine Weibchen treten immer etwas agiler und frecher auf.
In der Laichzeit bis hin zum Schlupf dreht sich das sicherlich um.

edit:

So weiter gehts. Wink
Wenn Du Deinen Kugelfischen noch etwas Gutes tun möchtest...hast Du eine relativ, starke Strömungspumpe oder ähnliches im Becken?
Mein Becken wird in der einen Ecke mit diesem schmucken Stück betrieben:
http://www.ebay.de/itm/Stromungspumpe-Pumpe-Wave-Maker-Waver-Umwalzpumpe-Wellenpumpe-Absorption-Tray/400537898509?_trksid=p2047675.c100005.m1851&_trkparms=aid%3D222003%26algo%3DSIC.FIT%26ao%3D1%26asc%3D20140117130753%26meid%3D5340296184933360596%26pid%3D100005%26prg%3D20140117130753%26rk%3D0%26rkt%3D6%26sd%3D121156402961&rt=nc

Die Grünen lieben es sich in der Strömung ziellos treiben zu lassen.
Habe für meine 1000l Pfütze allerdings die stärkste Variante mit 12.000l/h in Verwendung.

Die Nachteile liegen dennoch auf der Hand.
- Algenwuchs (ohne ausreichenden Gegenpart/Pflanzen)
- Stromverbrauch der Pumpe
- ggf. Lautstärke

Vorteile:
- von Kugelfischen eine geliebte Beschäftigungstherapie
- ggf. Herabsetzung der Stromkosten, verursacht durch die Beheizung
- besser lebendig wirkende Pflanzen und das Becken insgesamt

Ich bin weder Tierarzt noch Wasserchemiker aber vllt. wäre das für Dich eine zukünftige Investition, denn wahrscheinlich tut Deinen beiden Fischen jetzt wohl eher etwas Ruhe im Becken besser.
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 08.03.2014 19:31 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo Chris,

also der Filter der bei meinem 240L. Becken dabei war, macht schon richtig ordentlich Strömung.

Es ist der hier: Juwel Bioflow 3.0

Wie gut bzw wie schlecht der Filter jetzt nun ist, kann ich nicht sagen. Im I-net liest man, wie üblich, geteilte Meinungen. In der Vergangenheit habe ich immer auf Außenfilter von Eheim gesetzt, aber bei meinem Rio 240 war der Juwel-Innenfilter bereits im Becken verklebt also gab ich ihm eine Chance sich zu bewähren. Der Auslass mit dem Diffusor ist nur ca. 5cm unter der Oberfläche. Ich war sogar der Meinung, dass die Wasserbewegung fast schon zu heftig ist, aber wenn das die Tiere nicht stört, dann ist ja gut. Ab und an schwimmen beide Kugeln gegen die Strömung und dabei müssen sich sie schon richtig anstrengen. Das mit dem Algen kann ich nur bestätigen. Inzwischen ist fast die ganze Deko mit einem braunen Kieselalgenteppich überwuchert. Danke für den Tipp, aber ich denke für meine kleine 240L Pfütze sind weitere Strömungspumpen überflüssig. Die reine Pumpenleistung des Innenfilters ist wirklich heftig und mehr als aussreichend. Bei welcher Dichte hälst du deine Grünen eigentlich durchschnittlich und welche Pflanzen hast du im Becken, die den Salzgehalt überleben?

Tag 14: Nun leben die zwei Grünen doch schon zwei Wochen bei mir. Ammoniak- und Nitritwerte weiterhin im grünen Bereich. Heute sind sie etwas lebhafter und liegen weniger am Boden rum. Leider ist aber auch das Zucken, Spucken und Scheuern an Gegenständen wieder schlimmer geworden. Was auch immer sie haben, das Medikament hat es wohl nur gelindert oder betäubt, aber nicht geheilt. Confused
Atmung auch wie gehabt. Oft nutzen beide auch die Brustflosse auf der Seite der geschlossenen Kiemenöffnung beim Schwimmen nicht. Sie wird beim Schwimmen und Ruhen von beiden an den Körper angelegt. Ob das normal ist? Keine Ahnung! Ich schätze mal nicht. Heute gab's mal wieder ein paar junge Posthorn- und Blasenschnecken, die auch gut gefressen wurden. Ich füttere möglichst gezielt, um vergammelnde Überreste zu vermeiden. Mir ist auch aufgefallen, dass sie im Dunkeln etwas lebhafter werden. Sobald ich das Licht ausschalte, kommt auch Deimos sofort raus und beide schwimmen im Becken umher.

So, und nun mal die körperliche Entwicklung von "Deimos dem Schreckhaften". Es war gar nicht so einfach ihn vor die Linse zu bekommen, aber meine Freundin hat es dann doch geschafft. Er ist wirklich sehr schnell und scheu.

Deimos am Tag 1


Deimos heute


Und nochmal ein aktuelles Bild vom Becken. Kieselalgen überall! Rechts sieht man Phobos. Wenn er nicht am Boden liegt, steht er ruhig im Wasser. Deimos verkrümelt sich wie immer links in den Korallenaufbauten.


Schönen Sonntag.
Gruß, Aaron
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 23.03.2014 14:18 Titel: Antworten mit Zitat



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Guten Morgen,

nach längerer Zeit mal wieder ein paar Neuigkeiten. Leider gibt es nicht nur positives zu berichten. Sad

Obwohl die Nitrit- und Ammoniakwerte die Zeit über stabil geblieben sind ist Phobos gestern leider verstorben. Er hat in den letzten Wochen rapide abgebaut und fraß auch die letzten drei Tage nicht mehr. Gestern Nachmittag begann er zu taumeln und drehte sich permanent um die eigene Achse. Er wusste nicht mehr wo oben und unten ist. Da habe ich seinem Leiden ein Ende gesetzt.

Deimos scheint weiterhin stabil zu sein. All seine Flossenschäden sind nachgewachsen und die großen Bisswunden auf dem Rücken sind restlos verheilt. Seine Körpermasse ist weiterhin stabil. Inzwischen hat er wohl auch einen Tagesrythmus gefunden. Tagsüber schläft er scheinbar immer in den Korallenhöhlen. Abends gegen 20.00 Uhr wird er munter und frisst dann auch. Dabei zeigt er die typische schöne giftgrüne Färbung mit pechschwarzen Punkten. Wenn ich kurze Zeit später das Licht abschalte bleibt er dennoch die ganze Zeit noch aktiv. Auch am nächsten Morgen ist er beim Einschalten des Lichts noch unterwegs, verkrümelt sicht aber immer in den nächsten 30 Min. in seine Höhlen wo, er den Tag über etwas schmutzig verfärbt ruht. So geht das nun schon die letzten Wochen. Ich werde das weiterhin beobachten, aber ich werde mir wohl keinen zweiten Kugelfisch mehr kaufen. Phobos hatte in den letzten Wochen vermehrt Bisswunden an der Schwanzflosse. Scheinbar entwickelt sich Deimos zum Flossenbeißer. Die ollen Guppys sind inzwischen genauso groß wie Deimos selbst, haben aber keine Bisswunden an den Flossen. Ich bin aber immer noch skeptisch, was die Überlebenschancen von Deimos angeht. Mal sehen wie es sich weitehin entwickelt.

Die braunen Kieselalgen, die die ganze Deko eingenommen hatten, sind übrigens auch wieder komplett verschwunden. So schnell wie sie kamen, verschwanden sie wieder. Question Exclamation

Gruß, Aaron
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 23.03.2014 14:55 Titel: Antworten mit Zitat

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moin,
schade!
kieselalgen verschwinden, sobald sie die kieselsäure abgebaut haben. mit dem nächsten wasserwechsel werden sie vermutlich wiederkommen, es sei denn, ihr platz wurde von anderen algen, pilzen oder bakterien eingenommen.
martin
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 23.03.2014 18:38 Titel: Antworten mit Zitat



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Ja, statt den rötlich braunen Kieslealgen, wächst an einigen Stellen nun ein ähnliches Zeug in grün. Fast vergessen. Ich habe mir heute übrigens mal von einem Bekannten den großen Tröpfchentestkoffer von JBL ausgeliehen. Hier mal einige Werte die ich eben gemessen habe:

NH4 = 0.05 mg/l (ok)
NO² = 0,01 mg/l (ok)
NO³ = zwischen 1 und 5 mg/l (ok)
SiO² = 0,2 mg/l (ok)
Cu = nicht nachweisbar
KH = 10° (noch ok)
pH = 7,8 - 8 (zu hoch oder?)
PO4 = 1,8+ (Sprengte die Farbskala und erklärt wohl den Algenwuchs!)
Dichte = zwischen 1.005 und 1.006

Ca & Mg konnte ich leider nicht testen, da dafür die passenden Karten fehlten. Bis auf die hohen pH- und PO4-Werte ist alles ok. Ich denke, dass Phobos letztendlich an den Nachwirkungen der damaligen Nitritvergiftung gestorben ist. Da er eh kaum Körperreserven hatte und die ganze Zeit viel schwächer als Deimos war, war das alles wohl zu viel für ihn. Hoffentlich kriege ich wenigstens ihn durch.
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Ron
BeitragVerfasst am: 24.03.2014 11:01 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi,
die Werte sind völlig in Ordnung.
Die KH und der pH müssen so hoch sein, sonst wäre es kein Brackwasser. Es gibt keine hohe KH in Verbindung mit niedrigem pH, außer man setzt soviel CO2 zu, dass es für den Fisch schon tötlich ist. Hier ( http://www.my-skalare.de/co2tabelle.html ) findest du eine Tabelle wie pH, KH und CO2 zusammenhängen. Demnach hast du zuwenig CO2, aber das ist unbedeutend, weil du keine Pflanzen kultivierst.

Gruß
Ron
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 24.03.2014 11:06 Titel: Antworten mit Zitat

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moin,
wenn dich das phosphat ärgert, könntest du einen phosphatadsorber in den filter geben. mich persönlich würde das aber nicht stören.
martin
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 27.03.2014 18:41 Titel: Antworten mit Zitat



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Mittlerweile vergeht mir die Lust an diesem Hobby! Sad

Da ich meine Wasserwerte in den letzten Tagen mit dem großen Testkoffer akribisch kontrolliert habe und diese weiterhin unverändert im grünen Bereich sind, habe ich nun doch den Versuch gewagt und am Montag einen zweiten grünen Kugelfisch gekauft. In diesem Fall habe ich bewusst den schönsten, größten und agilsten genommen, der keinerlei negative Anzeichen hatte. Kein Pilz, keine Pünktchen, nirgends Bisswunden an Flossen und Körper. Beide Kiemen waren offen und er atmete im Vekaufsbecken völlig normal. Ein wahrer Prachtkerl der auch gute 2 cm. größer als Deimos war. Ich habe ihn im Becken gute 15 Min. beobachtet. Keine Spur von irgendwelchen komischen Verhaltensweisen. Also nahm ich ihn mit. Hier angekommen habe ich ihn ca. 1 Stunde lang langsam an meine Dichte gewöhnt und ihn dann ins Becken gesetzt. Die beiden Tiere verstanden sich gut und die neue Kugel fraß direkt gut und gierig.

Am nächsten Morgen dann die Ernüchterung...
Mein erster Blick ging auf die Kiemen der neuen Kugel. Wie schon zuvor bei Phobos und Deimos, atmete auch der Neue bereits nur mit einer Kieme und machte auch schon die ertsen Anzeichen von Zuckungen und Hustbewegungen. Am zweiten Tag begann er sich bereits recht oft an Gegenständen zu kratzen. ICH KÖNNTE KOTZEN! Evil or Very Mad
Inzwischen bin ich echt stinksauer. Deimos hat bereits leicht trübe Augen, weil durch die inzwischen wochenlange Kratzerei im Kiemenbereich auch die Hornhaut der Augen in Mitleidenschaft gezogen wird. Was ist in meinem Becken, was die Kiemen von Kugelfischen angreift??? Die verdammten Guppys zeigen KEINERLEI Anzeichen, aber sobald ein Kugelfisch in meine Siffbrühe kommt, beginnt er bereits nach nur einer Nacht mit diesem Verhalten. Kiemenwürmer schliesse ich aus, da die Behandlung mit Sera Mycopur keine Besserung bewirkte und die Guppys völlig normal sind.

Was soll ich machen, bzw. was würdet ihr tun? Die aktuellen Wasserwerte findet ihr ein paar Posts drüber und diese haben sich nicht verändert. Irgendwas ist da drin, was Kufis nicht gefällt, aber was???

Gruß, Aaron
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 28.03.2014 20:12 Titel: Antworten mit Zitat

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moin,
schwer zu sagen. da ich zur zeit fast nur noch meerwasseraquaristik mache, wo man sehr viel häufiger wasserwerte misst, habe ich gelernt, dass es auch sehr viele sehr schlechte, veraltete wassertests gibt, die falsche angaben machen. das kommt wirklich andauernd vor. so wäre also aus meiner sicht eine möglichkeit, dass die angegebenen wasserwerte nicht stimmen. die wasserwerte, so wie du sie oben angibst, sind jedenfalls ok.
die symptome sind für mich jedenfalls typische einer vegiftung.
eine weitere idee wäre folgende: wie oben ja bereits beschrieben wurde, ist die von dir gehaltene art in ihrer artzuordnung sehr umstritten. wir wissen von exemplaren, die über 15 cm groß werden und von anderen, die nur wenige zentimeter haben, selbst nach jahren. immer wieder ist daher der verdacht aufgekommen, dass es sich nicht nur um lokale unterschiedlichkeiten handeln könnte sondern tatsächlich um verschiedene arten, was ich für nicht unwahrscheinlich halte. sollte dies der fall sein, wäre es durchaus denkbar, dass es auch reine süßwasserformen gibt oder solche, die nur sehr wenig salz abkönnen. ich habe die normalen, "echten" nigros andererseits sogar schon in richtigem meerwasser gesehen.
wenn das so wäre, müsste man den salzgehalt langsam wieder senken. das ist für die beckenbiologie natürlich wieder doof. ne andere idee habe ich aber leider auch nicht. man könnte die beckenbiologie in ruhe lassen, wenn man den versuch in einem quarantänebecken machen würde.
martin
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 01.04.2014 12:29 Titel: Antworten mit Zitat



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Danke für die Antwort, Martin.

Ich werde die Biologie im Becken und die Fische einfach in Ruhe lassen. Ich muss auch ganz ehrlich zugeben, dass ich mittlerweise die Schnauze voll habe. Aufsalzen, Absalzen, Wasserwechsel ja, Wasserwechsel nein, Mögliche Krankheiten ja nein, Rätselraten hier, Rätselraten dort. Mir reichts. Entweder sie packen es, oder nicht. Was auch immer ich bisher versucht habe, es hat nichts gebracht, dass sich die Fische (bis auf die Guppys) weiter kaputt scheuern und die Kiemen auffällig gerötet sind. Ich tippe auch auf irgendeine Art von Vergiftung. Im I-net habe ich was von Schwefeldioxidvergiftung gelesen und die Symptome sind auch fast identisch. Ausgelöst durch Faulgase im feinen Sandboden. Naja...feinen Sandboden habe ich auf jeden Fall und ab und an sieht man auch mal eine Blase vom Boden aufsteigen. Das Wasser richtig aber nicht faulig und bis auf die extremen PO4-Werte ist bekanntlich nichts auffälliges messbar. Ich tappe also weiterhin im Dunkeln.

Sollten die Tiere nicht überleben, wird das Becken abgebaut und ich mache künftig einen großen Bogen um Brackwasser und deren Kugelfische. Zum Glück habe ich mit meiner kleinen "Kampf-Erbse" keine Probleme.
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 02.04.2014 16:46 Titel: Antworten mit Zitat

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moin,
hehe, verständlich. kugelfische sind natürlich etwas schwieriger als vieles andere, was es so gibt und brackwasser und meerwasser sind natürlich auch ganz anders als süßwasser vom anspruch her.
martin
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 09.04.2014 18:27 Titel: Antworten mit Zitat



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Kaum zu glauben, aber es sieht so aus, als ob es bergauf geht! Very Happy

Obwohl sich an den Wasserwerten nichts geändert hat, hat sich der Zustand der Grünen in der letzten Woche langsam aber stetig verbessert. Jedenfalls kratzen sich die Fische nur noch sehr selten und zeigen auch wieder ein normales Verhalten. Das heisst, sie sind nicht mehr so schreckhaft und generell aktiver und schöner in der Farbe. Abgesehen von den gelegentlichen Ruhephasen in ihren Höhlen, liegen sie nicht mehr blass am Boden. Sie fressen und betteln nun auch wieder gieriger und es gibt auch wieder Rangeleien bei der Fütterung, was ja auch ein Zeichen von Vitalität ist. Zudem suchen sie jetzt auch abseits der Fütterungszeiten aktiv das Becken nach Nahrung ab. Schwer zu erklären, aber die Fische sind wie ausgewechselt. Dieses apathische Verhalten und das permanente Kratzen an Gegenständen ist nahezu verschwunden.

Vorgestern zog übrigens ein dritter Nigro ein, welcher bis jetzt keinerlei negatives Verhalten zeigt. Auch er wurde, im Gegensatz zu Phobos und Deimos im nahezu einwandfreien Zustand gekauft. Er ist mit einer Gesamtlänge von knapp 5cm auch der Kleinste der drei Kugeln. Besonders die beiden neuen Kugeln machen sich sehr gut. Dem armen Deimos sieht man allerdings am Verhalten noch an, was er in den letzten Monaten durchmachen musste. Er ist weiterhin sehr zurückgezogen und nicht so aktiv wie die beiden neuen Kugeln, macht aber sonst auch Fortschritte. Die Neuen mussten schliesslich kein Flossenschimmel, Weißpünktchen, Abmagerung, böse Bissverletzungen, Medikamente und keinen wiederholten Nitritpeak überleben. Ein Wunder, dass er überhaupt noch lebt. Schade nur um Phobos. Ihm hätte ich es ganz besonders gegönnt.

Inzwischen wachsen auch endlich diese Bart-Fadenalgen. Kleine Büschel bilden sich auf den Steinen und Wurzeln! Die Dichte wurde in der letzten Woche langsam von 1.006 auf 1.008 erhöht und bleibt nun so. Wasser wechsele ich nur noch in kleineren Mengen. Frischwasser salze ich auf die aktuelle Beckendichte an, um höhere Schwankungen zu vermeiden. Die Fische verkraften zwar größere und zügige Änderungen der Dichte gut, aber die Bakterien der Mikrobiologie wohl weniger, wie ich es in den vergangenen Wochen erfahren durfte. Daher lasse ich die Dichte nun konstant. Auch bei Wasserwechseln. Ich hoffe, dass es jetzt keine Rückschläge mehr gibt und das Becken endlich stabil bleibt.

Zum Schluss noch ein paar Fotos, die ich gerade geschossen habe.

Die beiden Neuen Kallisto (links) und Mimas (rechts). Ersterer ist mit 7cm der Größte im Becken und hat besonders große schwarze Flecken. Andere Art? Mimas hat knapp 5cm und ist der Kleinste, aber auch der Frechste.



Deimos hat leider durch die Kratzerei trübe Augen bekommen. Ich hoffe, es geht wieder weg.



Alle drei. Auch wenn nur Mimas gut zu erkennen ist, sind dennoch alle auf dem Bild zu sehen (Kallisto ruht unten links in der Höhle & Deimos schiesst im Vordergrund vorbei). Wie man sieht, sind die roten Kieselalgen verschwunden.



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Zuletzt bearbeitet von The_Birdeater am 30.10.2014 14:59, insgesamt 2-mal bearbeitet
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 13.04.2014 18:49 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi,

da man mir auf Seite 1 davon abgeraten hat nur zwei Tiere zu halten, zog vorgestern der vierte und letzte Nigro in mein Brackbecken ein. Ich kann diesen Ratschlag letztendlich nur bestätigen, denn jetzt wo ich eine kleine Gruppe habe, sind die Zankereien zur Fütterungszeit etwas entschärft worden. Abseits der Fütterung gibt es unter den Tieren absolut keine Streitereien und die Tiere behelligen sich untereinander in keinster Weise. Wenn mal einer während der Fütterung den dicken Max spielt, dann verteilt sich die Dominanz des einen Tieres auf alle übrigen und nicht nur auf einen. Schlußendlich wird aber kein einzelnes Tier gezielt unterdrückt und alle fressen gut und bekommen reichlich ab. Ich kontrolliere täglich die Flossen der einzelnen Fische. Keine Anzeichen von neuen Bisswunden. Das Kratzen an Gegenständen ist kaum noch zu beobachten. Dichte weiterhin bei 1.008. Inzwischen wachsen fünf verschiedene Algentypen im Brackbecken (Mooskugelalgen, Kieselalgen, Blaualgen, Fadenalgen und so komische schwarz-violette Pinselalgen)!

Nun meine Frage: Ich lese im I-net häufig, dass Nigros im Alter aggressiv und territortial werden. Das spricht ja nun wieder klar gegen eine Gruppenhaltung! Hat hier schonmal jemand Erfahrungen mit der dauerhaften Haltung von grünen Kugelfischen in der Gruppe machen können? Wie haben sich eure Tiere nach mehreren Jahren und in adulter Form verhalten? Das würde mich echt brennend interessieren.

Zum Schluß noch der Neue im Bunde.


Wie man sieht wieder ein etwas schlankerer Kamerad der noch ordentlich zunehmen muss. Eine seiner Brustflossen ist missgebildet und etwas verkümmert. Ähnlich wie im Film "Findet Nemo". Der Fisch ist aber fit, neugierig, frisst sehr gut und hat sich bisher prima integriert. Er trägt den Namen Tarvos.
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 16.04.2014 18:35 Titel: Antworten mit Zitat



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So, mittlerweile sieht es doch nach einem "Happy End" aus! Very Happy

Die Wasserwerte sind weiterhin stabil und alle vier Nigros machen sich richtig gut. Seit drei Tagen konnte ich bei keinem Tier mehr kratzen, scheuern oder sonstige komische Verhaltensarten beobachten. Alle vier zeigen in ihren aktiven Phasen eine tolle Färbung und alle fressen sehr gut. Deimos hat nun auch wieder beide Kiemen offen. Seit ich sie in der vierer Gruppe halte, fallen etwaige Streiterien unter den Fischen viel ruhiger und harmloser aus (Danke für den Tipp, Ron). Inzwischen machen die Tiere richtig Spaß und es sieht so aus, als käme ich doch noch auf meine Kosten. Besonders in den Abendstunden werden sie richtig aktiv und betteln nach Futter. Gefüttert wird nur mit verschiedenen Schnecken und roten Mückenlarven. Gehacktes Muschelfleisch und gehacktes Garnelenfleisch mögen sie alle vier leider nicht.

Ich habe mal ein neues Bild in die Galerie hochgeladen. Leider erwische ich nie alle vier. Einer macht sich immer aus dem Staub! Laughing


Zitat:
Nun meine Frage: Ich lese im I-net häufig, dass Nigros im Alter aggressiv und territorial werden. Das spricht ja nun wieder klar gegen eine Gruppenhaltung! Hat hier schonmal jemand Erfahrungen mit der dauerhaften Haltung von grünen Kugelfischen in der Gruppe machen können? Wie haben sich eure Tiere nach mehreren Jahren und in adulter Form verhalten? Das würde mich echt brennend interessieren.


Kann mir dazu keiner was sagen Question

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Chris_
BeitragVerfasst am: 25.04.2014 10:19 Titel: Antworten mit Zitat



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Zitat:
Nun meine Frage: Ich lese im I-net häufig, dass Nigros im Alter aggressiv und territorial werden. Das spricht ja nun wieder klar gegen eine Gruppenhaltung! Hat hier schonmal jemand Erfahrungen mit der dauerhaften Haltung von grünen Kugelfischen in der Gruppe machen können? Wie haben sich eure Tiere nach mehreren Jahren und in adulter Form verhalten? Das würde mich echt brennend interessieren.



Obgleich es auch hier wieder eine Frage des Charakters vom Kugelfisch ist und somit pauschal gar nicht zu beantworten wäre, kannst Du einer angeblichen Aggressivität entgegen wirken.
Passende Höhlen sowie andere Rückzugsmöglichkeiten in mehreren Bereichen im Becken können da durchaus wirksam sein.
Ich habe so einige grüne Kugelfische schon seit mehreren Jahren in Pflege.
Keine dieser Fische weist irgendwelche Aggressivitäten auf. Aus meiner Erfahrung heraus werden die Fische im zunehmenden Alter etwas gesetzter, d.h. die hohe Mobilität lässt nach.

Bemerkenswert ist auch der Umgang anderen mit Jungtieren (ebenfalls t.nigroviridis). Während die weiblichen, adulten Tiere beim Fressen weniger Rücksicht auf die kleinen Zöglinge nehmen und denen oft so einiges vor der Nase wegschnappen, sind die männlichen, adulten Tiere da eher zurückhaltend und geben den Kleinen den Vortritt.

Haben die adulten Männchen sprichwörtlich die Nase von den frechen Kleinen voll, drohen die Männer mit einem scharfen Blick und bewegen sich langsam und mit bebendem Körper auf die Jungtiere zu. Diese Beobachtungen sind allerdings nur z.B. in Höhlen, also relativ engen Verhältnissen zu machen. Ebenfalls zu beobachten wäre, dass bei den adulten Weibchen, allerdings nur ganz selten. Diese gehe da hauptsächliche etwas anders vor...

...denn wird es denen mit den Jungtieren zu bunt, stupsen sie diese an der Bauchunterseite an. Die Jungtiere verhalten sich dabei ganz ruhig, öffnen komplett die Schwanzflosse, drehen sich seitlich und lassen sich vom Weibchen aus der "Situation" heraus manövrieren (wegschieben).

Adulten Männer und adulte Mädels:

Bislang konnte ich auch hier keinerlei Aggressivitäten untereinander erkennen. Meine Erfahrungen zeigten mir, dass die Männer eher zurückhaltender sind.

Übrigens werden die Schlaf-und Ruheplätze auch gerne mal gemeinsam benutzt, insofern diese genügend Platz für die entsprechende Anzahl der KuFi's haben.
Dann schlafen kleinere Gruppen eng nebeneinander.

Bitte mache am Ende nicht den Fehler und verlasse Dich auf den Charakter der Kugelfische. Kurz vor dem Kauf ist dieser ja eh nicht, wie z.B. bei Hundezüchter, richtig erkennbar.
Jeder Aquarianer hat eine große Verantwortung gegen welchem zu pflegenden Fisch/anderen Bewohnern/Pflanzen auch immer.
Eine halbwegs artgerechte Haltung mit einer passenden Beckengröße sind aus meiner Sicht ein Garant dafür, dass Kugelfische im Alter eben nicht aggressiv werden. Eine komplette artgerechte Haltung wäre im natürlichen Lebensraum der KuFi's.
Beengte Verhältnisse 1000de Kilometer vom eigentlichen Wohnort der Fische entfernt, führen mit Sicherheit immer zu mehr Stress und einer möglichen Aggressivität im Alter. Du kannst dem entgegen steuern.

LG
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