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Vom Süß- ins Meerwasser (Dichotomyctere nigroviridis) Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen
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Ron
BeitragVerfasst am: 04.03.2014 11:01 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi,
wenn Ammoniak oder Nitrit in giftigen Konzentrationen im Wasser wären, dann müssten auch die Guppys betroffen sein.
Ich denke sie waren einfach schon zu angeschlagen. Wenn sie schon abgemagert sind, ist es schwer sie wieder aufzupäppeln. Und wenn sie nicht mehr fressen, eigentlich schon unmöglich. Du hast dein Bestes getan.
Wenn du es nochmal versuchen möchtest, bestellst du am Besten gleich beim Händler und holst sie dann direkt nach der Lieferung ab, dann stehen sie noch gut. Wenn sie dagegen schon 1-2 Wochen beim Einzelhändler sind, sind sie leider in der Regel schon so gut wie tot.

Gruß
Ron
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 04.03.2014 11:41 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo,

meine Teststreifen messen leider kein Ammoniak. Ich werde gleich eine Wasserprobe abfüllen und diese beim Händler auf diverse Giftstoffe testen lassen. Sollten wirklich Giftstoffe drin sein, werde ich einen großen Wasserwechsel machen und die Dichte senken. Das Verfärben und Krümmen wurde mit der steigenden Dichte schlimmer. Sollte das Wasser ok sein, werde ich als letzte Chance ein Mittel gegen Kiemenwürmer anweden. Dann habe ich wirklich alles versucht.

Ps: Heute morgen haben beide ein paar rote Mülas und kleine Posthornschencken gefressen. Der Überlebenswille ist also noch da.
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Gruß, Aaron
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 04.03.2014 17:04 Titel: Antworten mit Zitat



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So,

hier mal die Ergebnisse des Nitrittests.



Links "gesundes" Wasser aus einem Pflanzenaquarium, rechts das Wasser aus meinem Artbecken. Man sagte mir, dass der Wert schon recht hoch ist, aber nicht so hoch, dass er Fische umbringt. Da ich nie mit Tröpfchentests gearbeitet habe, kann ich das nicht beurteilen. Leider konnten sie nicht auf Ammoniak testen und hatten auch keine solchen Tests zum Verkauf.

Warum sich die Wasserwerte so verschlechtert haben, weiss ich nicht. Wahrscheinlich fuhr das Becken durch das schnelle Aufsalzen neu ein oder es war überhaupt nie eingefahren. Im Laden sagte man mir, dass ein Aquarium ohne Bepflanzung sehr schwer einzufahren ist. Nur dumm, dass sich Pflanzen im Brackwasser kaum halten, daher habe ich bewusst keine drin. Jedenfalls habe ich gerade einen großen Wasserwechsel mit Süßwasser gemacht und die Dichte wieder auf knapp 1.007 gesenkt. Die rote Finger-Moorwurzel habe ich entfernt. Die stank total verfault. Seit guten zwei Stunden immerhin kein Krümmen mehr. Zudem sind die Tiere nun etwas aktiver. Außerdem habe ich eine Behandlung gegen die möglichen Kiemenwürmer mit Sera Mycopur begonnen. Ob sie das alles nun endgültig umhaut bleibt abzuwarten. Immerhin fressen sie wieder.

Gruß, Aaron
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Chris_
BeitragVerfasst am: 04.03.2014 21:48 Titel: Antworten mit Zitat



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Wunderschöner thread, herzlichen Dank Euch allen. Wink

Was mir gleich am Anfang aufgefallen ist, sind Deine Charakterbeschreibungen der KuFi's @ The_Birdeater.
Exakt deswegen liebe ich diese Tiere sehr. Jeder ist ein anderes Persönchen. Keiner gleicht dem anderen.

Ein Hinweis zu der Weisspünktchen Krankheit, auch genannt Ichthyo.
Diese Art von Parasiten trägt so ziemlich jeder Fisch in sich und diese werden durch das eigene Immunsystem ordentlich in Schach gehalten.
Bei entsprechenden Verhältnissen kann die Balance allerdings nicht mehr vom Fisch gehalten werden. Die Pünktchen die Du dann an Deinen Fischen siehst, kannst Du nicht bekämpfen, wohl aber die sogenannte Schwärmerphase beschleunigen und die Schwärmer dann selbst killen.
Vereinfacht dargestellt, möchte sich dieser Parasit ja auch natürlich fortpflanzen und neue Wirte (z.B. Fische) befallen. Die Schwärmer werden zu 1000den neuen Parasiten. Die Schwärmerphase, also das die "weissen Pünkten" beispielsweise vom befallen Fisch durch die Schleimhäute abgeworden und zuerst in den Boden des Beckens eindringen, erreichst Du durch eine Aufsalzung des Wasser. (irrelevant für Dich, bei "richtigem" Brackwasser)
Die Schwärmer selbst killt man durch eine umsichtige Temperaturerhöhung, denn diese können Temps. so ab die 27-28 Grad oder gar höher überhaupt nicht ab und sterben.

Wie bei fast allen Formen von Parasiten, Bakterien oder Viren geht es um das eigene Überleben, drum passen sich auch diese Rabauken dementsprechend an und es bilden sich neue Stämme. (Mutationen)
Ein gesunder Fisch kann mit seinem Immunsystem einen ihm bekannten Ichthyo-Stamm wirksam alleine bekämpfen. Bringt man durch Pflanzen oder andere neue Fische einen unbekannten Ichthyo-Stamm ins Becken, sieht das schon ganz anders aus. Leider aber auch völlig normal.

Kiemenwürmen können in der Tat ein Problem für die KuFi's werden. Sind allerdings wie bereits von Martin geschrieben, vermutlich nicht Dein Hauptproblem. In den knapp 15 Jahren Kugelfisch Haltung hatte ich so manche Tiere mit Kiemenwürmern. Keiner von denen ist deswegen verendet.

Meine Erfahrungen mit bereits kranken Tieren beim Kauf sind leider, leider, leider nicht sehr hoffnungsvoll für Dich.
Eine relativ hohe Mobilität zusammen mit einem regelrechten FRESS-Verhalten der KuFi's sind ein Garant für gesunde Tiere.
Da KuFi's einen hohen Stoffwechsel haben, ist davon auszugehen, dass wenn sie je nach Alter weniger als 2-3 Tage nichts gefressen haben, leider versterben werden.
Das sind meine Erfahrungswerte mit den Grünen.
Dunkle Bäuche als Indiz dafür zu nehmen, sie seien ersthaft krank, ist aus meiner Sicht Quatsch, weil es viel mehr ein Stimmungsbild der Fische darstellt (gut gelaunt, schlecht gelaunt) und auch im Zusammenhang mit dem Herunterfahren des Kreislaufes während der Schlafphasen steht.

Klasse auch, welche Bilder Du hier lieferst! Vielen Dank, nur mache bitte daraus keine Wissenschaft. Wink (zum Nitrit-Peak hätte ich ganz andere Erfahrungen entgegen vielen, vielen anderen Meinungen zu berichten)
Wie hoch ist denn Dein pH-Wert im Becken? Versuche diesen bitte mal auf 7 oder weniger zu halten. Das erreichst Du z.B. indem Du das Wasser "schneidest". Das bedeute die Zuführung von Aquarium-tauglichen, destilliertem Wasser. Eine pH-Wert Senkung kann auch durch eine Erhöhung von CO2 im Becken erreicht werden. Nur macht das bei wenig bis gar keiner Bepflanzung überhaupt keinen Sinn.

Worauf möchte ich hinaus? Ammoniak, auch in sehr niedrigen Konzentrationen hat rein gar nix im AQ verloren, stellt allerdings immer noch die Ausgangsposition bis hin zum Nitrat dar.
Zeigen deine Teststreifen Nitrat bis zu einer für Fische bekömmlichen Menge an, ist das völlig i.O.. Es beweist letztlich auch, dass das giftige Nitrit zu Nitrat in einer Kette abgebaut wurde.
Wenn Du nach einer so langen Einfahrphase Ammoniak im Becken nachweisen kannst, kann entweder mit Deinem ph-Wert etwas nicht stimmen oder das Becken ist schlicht weg noch nicht eingefahren. Letzeres schließe ich aber fast aus.
Füttere mal bitte weniger! Keine Angst, solange sie auch die minimierten Portionen fressen, passiert nix.

Siehste, am Ende hab ick hier halb ne Wissenschaft draus gemacht. :p

LG und halte uns bitte auf dem laufenden.
Das wäre ganz doll toll von Dir. Wink
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 05.03.2014 13:42 Titel: Antworten mit Zitat

Site Admin

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moin,
ich weiß zwar nicht, wie niedrig der nitritgehalt bei dir ist, nitrit sollte aber eigentlich gar nicht nachweisbar sein. da das bei dir der fall ist, kannst du von einer mindestens vorangegangenen nitritvergiftung ausgehen und vorher wahrscheinlich auch von einer ammoniakvergiftung. so lange dein becken nicht eingefahren ist, wird das nitrit durch den einen wasserwechsel wahrscheinlich auch noch nicht weg sein sondern nun immer wieder kommen. es wäre also sehr viel leichter, wenn du dir einen ammoniak udn einen nitrittest zulegen würdest und dann so lange testestest, bis keins mehr im wasser nachweisbar ist. nitritvergoftungen sind aber, je nach konzentration, oft so arg, dass fische auch oft noch an den nachwirkungen sterben. da du ja auch noch fische hast, denen es von anfang an nicht gut ging, trifft es diese natürlich sehr vieel heftiger als z.b. die guppies.
mein tipp also: die beiden tests holen und so lange große wasserwechsel machen, bis beide stoffe nicht mehr nachweisbar sind!
martin
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 05.03.2014 17:39 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi,

beide Tiere leben (noch)!
Ihr Zustand hat sich leicht verbessert. Sie liegen nicht mehr gekrümmt am Boden. Zudem haben beide wieder etwas mehr Appetit und "betteln" auch wieder. Besonders der magere Phobos. Deimos ist sehr scheu geworden und liegt den ganzen Tag schmutzig verfärbt in den Korallenhöhlen und kommt nur zum Fressen raus. Allerdings frisst er deutlich besser und heute gab es auch wieder kleine Rangeleien von seiner Seite aus. Dennoch atmen beide Fische weiterhin nur mit einer Kiemenöffnung, aber das Zucken und Scheuern hat etwas nachgelassen. Ich kann auch hier nur raten, woran die Besserung liegt. War es der Wasserwechsel? War es das Medikament gegen die Kiemenwürmer? War es das Senken der Dichte? Was weiss ich! Fakt ist, dass mir der ganze Mist tierisch an die Substanz geht und ich hatte in all den Jahren noch nie solche Probleme mit einem Becken. Warum es nicht einfahren will ist und bleibt mir ein Rätsel. Natürlich kann ich jetzt bis in die Ewigkeit Wasserwechel machen um die Gifte zu entfernen, aber so fährt das Becken ja nie richtig ein. Übrigens habe ich jetzt gelesen, dass die Symptome bei einer Ammoniak- und Nitiritvergiftung ziemlich ähnlich sind. Natürlich können meine Beobachtungen bezüglich vermeintlicher Kiemenwürmer auch falsch sein. Ich werde mir jetzt mal eben die beiden Tröpfchentests besorgen. Bis bald.

Gruß, Aaron
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 05.03.2014 20:38 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi nochmal,

so ich habe mir nun die Tröpfchentests von JBL (Ich hoffe, die sind ok?) besorgt. Ich habe die Anleitung exakt befolgt. Hier die Werte:

Ammonium/Ammoniak (NH4) --> 0,05 mg/l
Nitrit (NO2) --> Zwischen 0,025 und 0,05 mg/l (Tendenz eher Richtung 0,05)

Ammoniak können wir also schonmal ausschließen. Der Nitritwert liegt momentan zwar gerade so am Anfang des gelben Bereichs, aber ich weiss nicht, ob es schon reicht um die beiden Kugeler langsam aber sicher zu vergiften. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass der Wert gestern vor dem großen Wasserwechsel höher war. Den drei "Indikator-Guppys" scheint es jedenfalls nicht zu stören. Ich bin eh ziemlich überrascht, was die so mitmachen. Gifte im Becken... Dichte von 1.011+...Kein Problem für die. Die wachsen und gedeihen und zeigen absolut null auffällige Erscheinungen. Kein scheuern, kein japsen, kein lethargisches Verhalten.

Morgen früh steht die dritte und letzte Behandlug mit Sera Mycopur an. Den Tag darauf werde ich nochmal einen größeren Wasserwechsel durchführen und wieder über Aktivkohle filtern. Zusätzlich werde ich dem frischen Wasser nochmal Filterschlamm aus meinem gesunden Becken und lebende "Clean Procult Bakterien" zufügen. Ich versuche erstmal eine Dichte von 1.005-1.007 zu halten. Und dann nach uns die Sintflut. Durchhalten!

@Chris_: Danke für die ausführliche Antwort!
Auch ich liebe Kugelfische über alles. Ich habe in meiner "Karriere" schon so ziemlich alles gehabt was Flossen hat, aber die Kugelfische haben es mir ganz besonders angetan. Ich finde sie einfach super interessant. Ihr könnt mich jetzt für bekloppt halten, aber mein alter T. lineatus war einer meiner besten tierischen Kameraden, die ich je erleben durfte. Es ist echt erstaunlich, was sich diese Tiere über viele Jahre für Verhalten und Angewohnheiten aneignen können. Einfach beeindruckend. Es versteht sich daher von selbst, dass meine Lebensgefährtin und ich mit allen verfügbaren Mittlen um das Leben unserer gebeutelten grünen Kugeln kämpfen und wir sind daher über jede Hilfe dankbar, auch wenn wir diesen Kampf letztendlch verlieren könnten.

Zum Schluß noch ein paar Fotos.
Die körperliche Entwicklung von Phobos!

Phobos am Tag 1


Phobos heute (Tag 11)



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Chris_
BeitragVerfasst am: 06.03.2014 15:04 Titel: Antworten mit Zitat



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Danke für die Rückinfo's.

Ammonium ist für die Fische nicht gefährlich. Das stimmt Aaron. Ammoniak in sehr niedrigen Dosen hingegen schon.
Ammoniak steht wie bereits geschrieben an aller erster Stelle bevor es sich zu Ammonium bildet und über weitere Stationen bis hin zum Nitrat.
Da leider bei Dir auch Nitrit nachweisbar ist, hat Martin selbstverständlich Recht und ich ziehe meine Aussage zurück. Dein Becken ist auch noch so langer Zeit noch NICHT eingefahren.
Den Nitrit-Peak (also die höchste Konzentration an Nitrit) wirst Du hoffentlich schon hinter Dir haben. Aber ich bin da mittlerweile etwas vorsichtig mit meinen Vermutungen.
Wie Martin schon andeutete, hat weder Ammoniak noch Nitrit etwas in Deinem Becken zu suchen. Es darf nicht nachweisbar sein.
Deine lieben KuFi's kamen ja leider eh schon arg geschwächt aus dem Fachgeschäft, ergo kommen diese selbst mit Mini-Nachweisen nicht klar.

Worauf ich in meinem vorgegangen post hinaus wollte, ist das Ammoniak sich auch wieder bilden kann, wenn der pH-Wert über 7 ist, denn dann wandelt sich das Ammonium zurück zu Ammoniak und das darf nicht passieren.

Ãœbrigens tolle Bilder von Phobos. Ich finde im Gegensatz zum 1. Tag hat er schon Dank Deiner Tierliebe tolle Fortschritte gemacht. Super!
Ich bin zwar überhaupt kein Freund von Chemie Zusätzen oder ähnlichem, aber Du kannst die unbedingt nötigen Bakterien (auch bzgl. des Nitrits) durch ein Animpfen des Wasser unterstützen.
Es gibt von Easy Life dazu ein paar tolle Produkte:
http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Dpets&field-keywords=easy%20life&sprefix=easy+%2Cpets&rh=i%3Apets%2Ck%3Aeasy%20life
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Jupp
BeitragVerfasst am: 06.03.2014 16:28 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo ,
aus Ammonium entwickelt sich kein Ammoniak - das ist falsch . Ammonium entsteht unter dem PH-Wert 7 - Ammoniak über 7.
Die Abläufe sind :
Ph-Wert unter 7 : Ammonium - Nitrit - Nitrat
Ph-Wert über 7 : Ammoniak - Nitrit - Nitrat
Diese Nitrifikation entsteht aber nur unter Sauerstoffzufuhr - das heißt im Umkehrschluß , daß bei Sauerstoffentzug - zum Beispiel durch einen abgeschalteten Filter - es eine Rückentwicklung zu den gefährlichen Fischgiften Nitrit und Ammoniak geben kann.
Gruß
Michael
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Ron
BeitragVerfasst am: 06.03.2014 18:17 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi,
das ist falsch. Ammoniak ist eine Base und kann ein Wasserstoffion (Proton) aufnehmen und wird dann zu Ammonium. Wasserstoffprotonen sind natürlich mehr im saueren Milieu vorhanden und daher überwiegt das Ammonium. Chemische Reaktionen laufen aber immer im Gleichgewicht ab und meistens auch in beiden Richtungen. Das bedeutet, dass immer Ammonium und Ammoniak vorhanden ist, nur das Gleichgewicht verschiebt sich mit dem pH-Wert.

Gruß
Ron
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Ron
BeitragVerfasst am: 06.03.2014 18:45 Titel: Antworten mit Zitat



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Mehr dazu hier: http://www.aquacare.de/info/veroeff/KORALLE_54_ammoniak.pdf
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 06.03.2014 18:53 Titel: Antworten mit Zitat

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moin,
wir haben hier im forum ja schon öfter darüber geschrieben (suchefunktion!) daher nur kurz: es ist ja absolut normal, dass ein eingefahrenes becken neu einfährt, wenn man schnell die salinität erhöht, denn die bakerien, die man sich in den wochen zuvor herangezüchtet hat, werden ja nun zumindest zum teil wieder gekillt und neue, salztolerantere, müssen sich erst vermehren. was du jetzt (zumal nach einem großen wasserwechsel) noch an ammoniak und nitrit misst, muss ja nicht das sein, was es vor einer woche noch war, da das vor einer woche schon z.t. in nitrat umgewandelt wurde. wer weiß also, was für werte deine kugelfische schon durchgemacht haben?
daher mein tipp: solange nicht beide werte nicht nachweisbar sind, würde ich täglich messen und ggf. auch große wasserwechsel machen. das einfahren wird durch die wasserwechsel überhaupt nicht gestört, denn der großteil der bakterien sitzt eh im und auf dem substrat. einfacher wäre es jetzt aber mit wasser von der gleichen salinität zu wechseln.
und übrigens: viele medikamente sind die absoluten bakterienkiller (ich weiß allerdings nicht, wie es bei deinem medikament ist. da kannst du dich ja mal schlau machen). gut möglich also, dass du dir die einfahrzeit auch damit erhöhst. schwere atmung ist ein anzeichen für so viele verschiedene fischkrankheiten, dass ich jetzt nicht einfach auf gut glück gegen kiemenwürmer medikamentieren würde.
martin
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 06.03.2014 19:09 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo zusammen,

also der pH-Wert liegt laut Teststreifen so bei 7,6. Da ich aber nun weiss, dass diese Streifen nicht so zuverlässig sind, kann dieser natürlich auch höher oder niedriger sein. Da werde ich mir wohl auch mal einen Tröpfchentest zu besorgen. Der Nitritpeak ist auch längst vorbei. Den konnte ich schon vor langer Zeit mit den Teststreifen messen und verfolgen. Ich glaube es war in der zweiten Woche nach dem Anlaufen des Beckens.

Tag 12: Fische leben beide und fressen auch beide. Verhalten ist unverändert. Die Fische liegen den Großteil des Tages verblasst auf dem Boden und atmen beide weiterhin nur durch eine Kiemenöffnung. Heute ist der dritte Behandlungstag mit Mycopur, aber eine wirkliche Besserung ist eigentlich nicht in Sicht. Fische scheuern sich ab und an noch immer heftig im Kiemenbereich und machen hust- bzw. spuckartige Bewegungen. Sie hängen aber nie an der Oberfläche und japsen auch nicht nach Sauerstoff. Inzwischen glaube ich auch nicht mehr, dass die Tiere Kiemenwürmer haben, da die Symptome bei einer Ammoniak- bzw. Nitritvergiftung ähnlich sind. Außerdem waren sie ja die ersten 5-6 Tage völlig in Ordnung. Da Ammonium/Ammoniak laut des Tröpfchentests in meinem Becken aber nicht nachweisbar war, kann es nur an einem zu hohen Nitritwert liegen, denn dieser ist laut Tröpfchentest mit knapp 0,05 nachweisbar. Gegen diese Vergiftung spricht wiederum die Dauer. Normalerweise müssten sie doch schon längst tot sein.

Als Ursache sehe ich weiterhin das, was Martin Hi. vor geraumer Zeit schrieb. Ich habe das frisch eingefahrene Becken durch zu starkes Füttern der abgemagerten Tiere und durch zu schnelles Aufsalzen gekippt und seitdem will es wohl neu einfahren, was für die Fische nicht prickelnd ist. Mit meiner Tierliebe habe ich sie wohl beinahe umgebracht. Ich habe keine Pflanzen oder sonstiges im Becken, was Mulm oder ähnliches produziert und sich im Filter sammelt. Der Durchfluß meines Bioflow 3.0-Innenfilters mit integriertem Heizer ist (noch) sehr hoch und die Bakterien haben wohl sichtliche Probleme sich im Filter anzusiedeln.

Wie gesagt, morgen mache ich nochmal einen größeren Wasserwechsel um das Mycopur-Medikament und diverse Giftstoffe wieder aus dem Becken zu bekommen. Anschließend impfe ich das Becken nochmal mit ordentlich Filterschlamm aus dem Filter meines gesunden 60L Beckens. Außerdem habe ich nochmal lebende Bakterienkulturen von Amtra besorgt, die bereits im Kühlschrank auf ihren Einsatz warten. Dann kann ich nur noch hoffen und warten.

Ps: Schaut euch doch mal das Bild in der Brackwasserbecken-Fotogalerie an. Vielleicht seht ihr ja irgendetwas auffälliges was nicht so "nigrofreundlich" ist. Vielleicht reagiert ja auch irgendeine Wurzel oder Gestein kontraproduktiv auf den Salzgehalt meines Beckens. Außer dem echten Ammonitenfossil auf der rechten Seite ist alles aus einem Aquaristikhandel (totes Korallengestein, Seegebrige, Spaghettigestein, Regenbogengestein). Alles wurde gründlich abgewaschen. Selbst das Fossil habe ich gründlich abgekocht. Man, diese Raterei und Fehlersucherei ist echt mies!

Gruß, Aaron
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 07.03.2014 11:25 Titel: Antworten mit Zitat

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moin,
ich glaube es gibt da immer noch missverständnisse: du magst zwar einen nitritpeak gehabt haben, dieser wird sich jetzt aber nach dem aufsalzen wiederholt haben. ammoniak muss nicht mehr nachweisbar sein,w ar es aber bestimmt noch vor einer woche oder so. was das angeht, hilft es aus meiner sich auch enig, mit bakterien aus einem süßwasserbecken anzuimpfen, ebenso nicht mit gekauften bakterien, denn genau diese tötest du ja wahrscheinlich durch dein brackwasser. bakterien aus dem brackwasserbecken eines freundes oder so könnten das eventuell ein wenig beschleunigen. am besten ist es aber abzuwarten.
trotzdem: tägliches messen ist jetzt angesagt: ein nullwert von nitrit am morgen nach dem wasserwechseln kann durchaus bedeuten, dass es am abend wieder zu gitigen konzentrationen kommt. daher hilft jetzt meiner meinung nach wirklich nur eines: täglich messen und täglich wasserwechseln, bis kein nitrit mehr nachweisbar ist.
martin
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 07.03.2014 19:15 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi,

der Nitritwert ist die letzten beiden Tage besser geworden und praktisch nicht mehr nachzuweisen. Das hat der Tröpfchentest zumindest gerade eben angezeigt. Dennoch habe ich gerade nochmal einen Wasserwechsel gemacht um auch das Mycopur wieder langsam zu entfernen. Zusätzlich habe ich ein neues Aktivkohlepad in den Filter eingelegt. Zum Schluß noch ein paar Pumpenhiebe von Spurenelementen um die Bakterien etwas anzuregen. Die Kohle lasse ich jetzt erstmal ein paar Tage drin. Die Dichte wurde durch den Wasserwechsel heute außerdem weiter auf 1.005 gesenkt. Ob das nun den Fischen reicht, weiss ich nicht. 1.011 war ihnen jedenfalls zu viel und sie krümmten sich und wollten nicht mehr fressen. Jedenfalls kommt mir vorerst kein weiteres Salz mehr ins Becken, denn solch einen Bio-Kollaps riskiere ich nicht noch einmal. Ich lasse das alles jetzt bestmöglich in Ruhe und halte die Werte im Auge.

Tag 13: Alles unverändert. Atmung bei beiden weiterhin nur durch eine Kiemenöffnung. Phobos schwimmt bzw. steht immer ruhig im Wasser oder liegt auf dem Boden. Deimos ist weiterhin sehr scheu und zurückgzogen, aber weitaus agiler wenn er denn mal rauskommt. Beide fressen wieder gut, aber ich füttere weniger. Mal sehen wie es sich entwickelt.

Gruß, Aaron
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