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Vom Süß- ins Meerwasser (Dichotomyctere nigroviridis) Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 26.02.2014 23:11 Titel: Vom Süß- ins Meerwasser (Dichotomyctere nigroviridis) Antworten mit Zitat



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Hallo liebe Kugelfischfreunde,

ich bin neu hier, habe mich aber bereits im Mitglieder-Bereich bestmöglich vorgestellt.

Seit gut zwei Monaten läuft mein Brackwasserbecken, welches ich als reines Artbecken für zwei grüne Kugelfische T. nigroviridis geplant und aufgebaut hatte. Eigentlich wollte ich wieder irgendwas afrikanisches aus dem Süßwasser haben, aber leider werden T. linetaus und T. mbu zu groß und die kleineren Afrikaner sind selten bis gar nicht zu bekommen. Ein Brackwasserbecken hatte ich noch nie und grüne Kugelfische bestmöglich artgerecht zu halten ist doch auch mal was feines.

Das Aquarium:
Es handelt sich um ein "Rio 240" von Juwel mit den Maßen 120x40x50cm (LxBxH). Das Becken faßt 240 Liter und läuft mit dem originalen Juwel "Bio Flow"-Innenfilter, der auch über eine recht ordentliche und angemessene Wasserbewegung sorgt. Der Heizstab ist im Filter integriert. Da ich aus früheren Erfahungen festgestellt habe, dass Kugelfische ziemlich sauerstoffreiches Wasser brauchen und gerade nach dem Fressen gerne mal "japsen", habe ich direkt den passenden Diffusor zum Filter gekauft. Beleuchtet wird mit zwei, in der Farbe unterschiedlichen, T5-Röhen, welche für gutes Licht sorgen. Ist mir übrigens neu. Zu meinen damaligen Zeiten gab's fast nur T8-Balken.

Die Einrichtung:
Der Bodengrund besteht aus feinem Sand, den ich ca. 5 cm hoch aufgeschichtet habe. In einem Seewaser-Aquaristikladen habe ich mir Korallenbruch und diverses Riffgestein besorgt, welches ich überwiegend auf der linken Seite des Beckens aufgetürmt habe. Auf der rechten Seite habe ich schmale Mangroven- und rote Moorwurzeln hochkant in den Sand gesteckt, was die Luftwurzeln eines Mangrovenwaldes halbwegs imitieren soll.

Das Wasser:
Das düsseldorfer Wasser ist recht hart (ca. 14°dGH). Karbonat liegt imMo. irgendwo zwischen 6 und 10°dKH. Der pH-Wert bei ca. 7,5. Zum Aufsalzen habe ich "Marin Basic Salt" von Sera verwendet. Leider kann ich die Dichte nicht angeben. Zwar habe ich ein Aräometer von "Red Sea" zur Permanent-Messung im Becken, aber dieses olle Ding misst erst ab 1.010. Alles was ich euch sagen kann ist, dass ich inzwischen 2600g Salz in 240 Liter Wasser habe und es auch schon ordentlich salzig schmeckt. Ich habe täglich einen 10 Liter-Eimer abgesaugt, 325g Salz klar eingerührt und das Wasser dann wieder langsam dem Becken zugemischt um die beiden grünen Kugelfische langsam dran zu gewöhnen. Mich würde ja schon die aktuelle Dichte interessieren, aber für ein teures Refraktometer bin ich schlichtweg zu geizig! Ich überlege vorsichtig weiter aufzusalzen, bis das Aräometer beginnt auszuschlagen (1.010).

Die Kugelfische:
Nun beginnt der traurige, aber interessante Part! Confused
Nachdem das Becken nach einer gegönnten Einlaufzeit von knapp zwei Monaten endlich soweit war, begab ich mich in meiner näheren Umgebung auf die Suche nach grünen Kuglern und wurde recht schell fündig. Was ich dort sah, ist kaum zu beschrieben. 3 oder 4 der allesamt ca. 5-6 cm langen Fische lagen bereits tot auf dem Grund. Die, die noch lebten waren dunkel verfärbt, bis auf die Gräten abgemagert, hatten überall Bisswunden an den Flossen und am Körper und litten zudem noch an Flossenfäule und Weißpünktchen. Noch nie zuvor habe ich derart abgemagerte, verstümmelte und kranke grüne Kugeler gesehen. Von der Form her dünner als die schlanken Colomesus assellus. Ich zitierte den Typen ran und machte ihn drauf aufmerksam. Darauf folgte das typische dumme Gefasel ahnungsloser "Zoofachverkäufer". Es sagte, dass es sich um Wildfänge aus Südostasien handeln würde, die bei Ankunft angeblich immer so ausehen würden. Als ich ihn fragte, weshalb die Tiere auf Süßwasser sitzen, kam nur: "Weil wir für ein Becken mit ein paar Fischen nicht extra Brackwasser anmischen!". Außerdem könne man die Tiere auch im Süßwasser halten. "Das sehe ich!", antwortete ich darauf. Die grünen Kugeln sollten 7,99€ pro Fisch kosten. Ich sagte, dass ich diesen Preis nicht zahlen werde. Daraufhin ging er auf 4,99€ runter. Ich ließ mir bewusst zwei der traurigsten Gestalten rausfangen, die es in meinen Augen am nötigsten hatten. Ich hätte sie am liebsten alle gerettet, aber das wäre nicht möglich gewesen. Ich gab den Beiden keine hohe Überlebenschance. Da mich die gequälten Fische an die verformten Marsmonde Phobos und Deimos erinnerten, gab ich ihnen diese Namen. Zu Hause angekommen habe ich sie nach kurzer Eingewöhnung ins Becken gesetzt und sofort mit dem Aufsalzen begonnen. Zusätzlich habe ich die Temperatur hochgedreht um den Pilzbefall und die Weißpünktchen zu bekämpfen. Ich bot Futter in Form von roten Mückenlarven und Regenwürmern an. Ich hätte im Traum nicht daran gedacht, dass sie fressen würden, doch sie vervielen in einen regelrechten Fressrausch. Als hätten sie noch nie was bekommen.

Heute ist Tag 4: Erstaunlicherweise leben beide Fische noch und haben sich farblich total gemacht. Das Grün ist wieder hell und kräftig, der Bauch wieder rein weiß. Der Pilzbefall ist verschwunden und die Pünktchen nahezu auch. Sie fressen noch immer fleißig Mückenlarven, Regenwürmer und zerdrückte Posthornschnecken. 2600g Salz sind bereits im Becken und man sieht regelrecht, wie sie den steigenden Salzgehalt genießen. Sie werden immer agiler und fitter, auch wenn sie noch immer sehr stark abgemagert sind. Besonders Phobos hat es stark erwischt, was die Abmagerung betrifft. Drückt mir die Daumen, dass ich sie durch kriege! Ich halte euch gerne auf dem Laufenden. Fotos kommen auch, wenn Interesse besteht.

Gruß, Aaron


Zuletzt bearbeitet von The_Birdeater am 02.12.2014 13:10, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 27.02.2014 09:42 Titel: Antworten mit Zitat

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moin,
das wird schon werden mit den kleinen! wenn es nötig werden sollte, kannst du ja auch noch medikamentös vorgehen, aber das scheint ja gar nicht ötig. auch eine noch weitere erhöhung des salzgehaltes kann manchmal mehr bringen als die medikamente.
ein tipp: achte jetzt auf die wasserwerte: aber einer bestimmten, schwer festzumachenden salinität fahren becken oft neu ein, was zu erhöhten ammoniak und nitritbildungen führen kann. besonders, wenn du jetzt so stark fütterst, was ja auch angebracht ist. ich würde mir da einen nitrittest zulegen.
martin
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 27.02.2014 19:33 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo Martin,

danke für den Tipp!
Ich habe diese typischen Teststreifen, die alle gängigen Werte und zusätzlich Chlor anzeigen. Bis jetzt ist alles in Ordnung, aber ich werde das weiterhin im Auge halten. Braune Kieselalgen wachsen momentan recht stark.

Tag 5: Den beiden Tieren geht's soweit immer besser. Heute habe ich es mal mit gehacktem TK-Miesmuschelfleisch probiert, aber das kauen sie nur durch und spucken es wieder aus. Am liebsten fressen sie Regenwürmer und zerdrückte Posthorn- und Blasenschnecken. Da gehen sie richtig ab! Meine Schneckenzucht ist schon fast geplündert, aber zum Glück habe ich mehrere Quellen, die so schnell nicht versiegen. Jetzt wo sie physisch immer agiler und kräftiger werden, beginnen leider auch die Raufereien. Bereits gestern konnte ich das erste Mal eine kleine Zankerei ums Futter beobachten. Der etwas kleinere, aber kräftigere Deimos hat den abgemagerten Phobos vom Futter verdrängt und ein kleines Stück weit gescheucht. Dieser wehrte sich dann und es gab ein kleines Gerangel, dass aber ohne Blessuren etc. verlief. Heute habe ich bei der Fütterung ähnliches beobachtet und es scheint wohl so, als das sich Deimos zum dominanteren Fisch entwickelt, da die eifersüchtigen Stänkereien um die Leckerbissen stets von seiner Seite aus gehen. Meistens jagen und schubsen sie sich nur, ohne sich dabei ernsthaft zu beißen.

Deimos ist schüchterner und generell schreckhafter, aber gegenüber seines Gleichen dominanter. Er ist auch deutlich agiler und lebhafter.

Phobos ist merklich ruhiger, gelassener und mir gegenüber sehr neugierig und furchtlos. Er ist immer als erstes an der Scheibe und bettelt nach Futter.

Interessant ist, dass dieses Verhalten nach der Fütterung nicht mehr zu beobachten ist. Dann sind sämtliche Zankereien vergessen und beide Fische behelligen sich nicht weiter. Flossenbeißereien oder ähnliches gibt es unter ihnen abseits der Fütterung nicht. Bisher habe ich noch nie zuvor mehrere Kugelfische der selben Art gemeinsam in einem Becken gehalten. In vielen Büchern, z.B. die asbach uralten Mergus-Bände, las man immer Texte wie "untereinander unverträglich und bissig", daher habe ich sowas immer vermieden. Ich hoffe, dass es nur bei solchen harmlosen Zankereien bleibt, denn ich würde mich nur ungern von einem der beiden Tiere trennen. Erst recht nicht würde ich einen der beiden in die Hölle zurückschicken, aus der ich sie befreit habe.
Hier mal ein paar aktuelle Bilder. Die Fische sehen farblich und von der Form her schon viel besser aus. Kein Vergleich zum Tag 1. Da waren sie kurz vor'm Ende!

Linke Beckenhälfte


Rechte Beckenhälfte


Phobos


Deimos


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Zuletzt bearbeitet von The_Birdeater am 28.02.2014 15:54, insgesamt einmal bearbeitet
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Ron
BeitragVerfasst am: 27.02.2014 22:34 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo,
ich rate immer grundsätzlich davon ab, nur 2 Exemplare zu halten. Denn dann bekommt ein Tier sämtliche Aggression des Anderen ab. Daher würde ich eher 4 Tiere in diesem Becken halten. Die T. nigroviridis werden auch oft nicht größer als 8-10cm.
Es gibt auch Aräometer, die bereits ab 1.000 messen. Die bekommt man recht preiswert im Internet und die Genauigkeit ist völlig ausreichend.

Gruß
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 28.02.2014 15:24 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo Ron,

dann hat der Händler in diesem Fall wohl ausnahmsweise mal Recht gehabt, denn er meinte auch, dass ich entweder einen oder gleich drei oder mehrere grüne Kugelfische halten soll, da sich so die Aggressionen auf mehrere Tiere verteilen würden. Das hörte sich für mich aber eher nach Profitgier, als nach einem gut gemeinten Ratschlag an, daher habe ich nur zwei Tiere genommen. Da die Tiere eh total zerbissen und verwundet waren, wollte ich nicht, dass sich drei oder gar mehrere Fische in meinem neuen Becken munter weiter zerfetzen. Bei mir können sich die beiden Kugeln wenigstens aus dem Weg gehen oder sich in den Korallen- und Steinhöhlen verstecken, daher gab's bisher während der Fütterung nur harmlose Jagereien ohne Bisse. Im nackten Verkaufsbecken saßen ca. 10 Tiere auf ca. 60 Liter Süßwasser. Ohne Bodengrund und ohne Verstecke. Werden T. nigroviridis echt nur 8-10 cm groß? Ich hätte mir da ein wenig mehr erhofft. Man liest ja überall was von 14 cm oder gilt das nach aktuellen Angaben nur für die T. sabahensis?

Tag 6: Heute morgen habe ich beobachtet wie Deimos längere Zeit am toten Korallenbruch knabberte und werkelte. Das finde ich super, denn so ist die Zahnabnutzung garantiert. Später habe ich es nochmal mit einer ganz kleinen Menge gehacktem Miesmuschelfleisch versucht. Die hungrigen Tiere haben diesmal etwas davon gefressen, aber man sieht deutlich, dass sie es nur mit langen Zähnen anrühren. Da müssen sie sich wohl noch dran gewöhnen. Anschliessend gab's wieder ein paar Schnecken. Streitereien gab's diesmal überraschenderweise nicht. Ich habe das Futter einfach an verschiednen Stellen im Becken verteilt, sodas die beiden nicht um eine Futterstelle buhlen müssen. Das hat gut geklappt. Trafen sich die Tiere dennoch, blieben sie kurz voreinander stehen, beäugten sich und spreizten beide die Flossen (Drohverhalten?). Das dauerte immer nur so 2-3 Sekunden. Dann trennten sie sich wieder und schwammen ihrer Wege. Wenn nach der Fütterung wieder etwas mehr Ruhe einkehrt, sieht man wie gesagt keinerlei solches Verhalten. Dann schwimmen sie sogar oft zusammen. Ich deute das nicht als Territorialverhalten, sondern als puren Futterneid!

Ich lese im I-net häufiger, dass adulte T. nigroviridis territorial werden. Hat hier jemand Erfahrung mit adulten grünen Kugelfischen machen können?

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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 01.03.2014 11:42 Titel: Antworten mit Zitat



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Moin,

ich habe mir nun ein neues Aräometer ("Resun-Hydrometer") zugelegt, welches bereits ab 1.000 anzeigt. Die aktuelle Dichte in meiem Brackbecken liegt laut diesem Gerät so zwischen 1.006 und 1.007. Ich werde die Tage nochmal 15 Liter Brackwasser absaugen und durch 15 Liter aufgesalzenes Osmosewasser (Seewasserniveau) tauschen. Wenn sich die Dichte demnächst so bei 1.008+ einpendeln sollte, werde ich erstmal nicht weiter aufsalzen.

Tag 7: Alles soweit ok! Weißpünktchen und Flossenfäule wurde(n) komplett ausgemerzt. Die Kugelfische erholen und regenerieren sich erstaunlich schnell. Ich hätte nicht gedacht, dass sie in nur einer Woche soviel Masse zunehmen. Besonders beim extrem abgemagerten Phobos sieht man nun auch schon vor der Fütterung einen leichten Bauchansastz. Vorher war der Bauch immer total nach innen eingefallen, wenn der Magen leer war.

Gruß, Aaron

Ps: Ich habe in der Fotogallerie im Brackwasserbecken-Bereich ein Foto des Beckens samt Besatz hochgeladen.
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Ron
BeitragVerfasst am: 01.03.2014 12:49 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo,
die Art ist wohl nicht ganz klar. Verkauft werden sie als T. nigroviridis, aber ob es wirklich welche sind, ist unklar.
Wenn sich das Verhalten ändert und ein Tier deutlich unterdrückt wird, dann solltest du aber aufstocken. Das es jetzt so ruhig zugeht, kann auch an dem geschwächten Zustand der Tiere liegen. Wer geschwächt ist, riskiert keinen Kampf.
Die Tiere sind heftige Dichteschwankungen gewöhnt, daher würde ich das auch im Aquarium umsetzen und mit jedem Wasserwechsel die Dichte ändern. Dabei kann man ruhig auch mal ins Süßwasser gehen.

Gruß
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 01.03.2014 18:12 Titel: Antworten mit Zitat



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Hallo,

ich werde das weiter beobachten. Das mit den geschwächten Tieren hatte ich mir auch schon überlegt. Kann gut sein, dass es später ruppiger zugeht, wenn sie sich komplett erholt haben. Dann werde ich den Bestand um ein oder zwei Tiere aufstocken. Besonders der schwächere und stark abgemagerte Phobos zeigt ab und an noch seltsames Verhalten, indem er etwas blass verfärbt stundenlang auf dem Sandboden liegt und dabei lägere Zeit nur durch eine Kiemenöffnung atmet und auch die Brustflosse auf dieser Seite nicht bewegt. Ist z.B. heute den ganzen Tag über der Fall. Wasserwerte sind unverändert und gefressen hat er eben aber noch reichlich. Da ich zuvor noch nie grüne Kugelfische gehalten habe, kann ich das nicht ganz zuordnen. Vielleicht ist er doch noch nicht über dem Berg. Beim stabileren Deimos konnte ich dieses Verhalten noch nicht beobachten. Beide zucken aber öfters und kratzen sich an Gegenständen. Vlt. doch Parasitenbefall?

Mit im Becken befinden sich übrigens drei halbstarke Guppyweibchen, die ich bereits vor den Kugelern als "Indikatorfische" und Resteverwerter im Becken hatte. Sie haben mit der steigenden Dichte keinerlei Probleme und verhalten sich normal. Kein japsen, kein Flossenklemmen etc.
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 02.03.2014 13:05 Titel: Antworten mit Zitat



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Tag 8: Keine guten Neuigkeiten!
Zwar konnte ich den Flossenpilz und die Weißpünktchen durch das Aufsalzen erfolgreich behandeln, aber leider scheint nun ein neues Problem zu bestehen. Irgendwas stimmt mit den Kiemen der Tiere nicht. Sie atmen beide nur noch durch eine Kiemenöffnung, "veratmen" sich ständig und zucken beim schwimmen. Zudem versuchen sie sich ständig hinterm Auge an Gegenständen zu scheuern. Entweder habe ich mir durch die Verfütterung von Schnecken und Regenwürmern Kiemenwürmer eingeschleppt oder irgendwas stimmt mit dem Wasser nicht. Laut der 6in1-Teststreifen lässt sich aber ausser einer recht hohen GH (alles Pink!) nichts feststellen. Nitritfeld ist weiß und das Nitratfeld minimal rosa. Dichte ist unverändert auf knapp 1.007. Auffällig ist aber, dass sich auf der roten Moorwurzel wieder ein Baktrerienrasen bildet. Die "Indikatorguppys" zeigen keinerlei auffällige Symptome.

Gefressen haben beide heute morgen zwar noch, aber nicht mehr mit sochem Elan, wie die Tage zuvor. Streitereien gibt es auch nicht mehr, da sie wohl zunehmend schwächer werden. Zudem liegen nun beide öfters etwas blass verfärbt am Boden. Das wird wohl doch nichts mehr. Tolle Wurst! Sad

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Ron
BeitragVerfasst am: 02.03.2014 17:24 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi,
geh doch mal auf 1.015 hoch. Eventuell haben sie ja Parasiten an den Kiemen.

Gruß
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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 02.03.2014 20:32 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi,

ich kann's versuchen, aber bezweifele, dass es an der Dichte liegt. Ich glaube eher, dass ich durch das schnelle Aufsalzen zuvor meinen Bakerienhaushalt geplättet habe und das Becken neu einfährt, wie es Martin Hi. weiter oben gesagt hat. Anders kann ich mir den erneuten Bakterienrasen auf den Seemandelblättern und Wurzeln nicht erklären. Die ollen Teststreifen zeigen bezüglich Nitrit und Nitrat aber nichts auffallendes an. Die Gesamthärte liegt jedenfalls im Nirvana. 21°dGh+! Liegt wohl am Gestein. Eben haben sie ordentlich rote Mülas gefressen, aber danach liegen beide wieder blass und lethargisch am Boden. Die schwarze Fleckzeichnung ist nahezu verschwunden. Wenn sie zum Fressen aufsteigen bekommen sie wieder Farbe. Nur am Boden sind sie so blass und aphatisch.

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Ron
BeitragVerfasst am: 02.03.2014 21:14 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi,
der Bakterienrasen hat mit dem Einfahren garnichts zutun. Die Bakterien zersetzen einfach nur das organische Material. Seemandelbaumblätter sind ohnehin nur in weichem Wasser sinnvoll.
Das die Härte so hoch ist, ist normal, da Meersalz nicht nur aus NaCl besteht, sondern auch aus Ca und Mg, was die Härte ausmacht.
Aber wenn du mit dem Salzgehalt so hoch gehst, nimm die Guppys raus, das würden sie nicht überleben.

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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 02.03.2014 22:51 Titel: Antworten mit Zitat



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Hi Ron,

danke für die Info! Das beruhigt mich etwas.
Ich habe die Dichte über die letzten Stunden auf 1.011 erhöht. Morgen werde ich die die letzten 325g Salz, die ich noch habe, hinzufügen. Damit müsste ich dann so auf 1.013 kommen.

Ich habe mich mal genauer über die Symptome bei Kiemenwürmern bzw. Kiemenparasiten informiert. Das passt alles hundert pro. Ich hoffe, dass die erhöhte Dichte die Parasiten bekämpft. Deimos hat gerade zwei Regenwürmer sehr euphorisch und gierig verschlungen, aber der arme Phobos frisst immer zarghafter und wirkt total benommen. Naja...abwarten. Morgen gibt's neue Info's.

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The_Birdeater
BeitragVerfasst am: 03.03.2014 11:54 Titel: Antworten mit Zitat



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Moin,

die Dichte ist, wie oben beschrieben, nun bei 1.011. Die Guppyweibchen haben das ohen Probleme überstanden und weiden fleissig Kieselalgen von der Einrichtung ab. Jedenfalls machen sie sich weitaus besser als die Kugeler, denn die liegen nur noch rum, fressen nicht mehr und krümmen sich nuerdings beide. Man sieht deutlich, dass sich der Zustand der Tiere stetig verschlechtert. So langsam bin ich mit meinem Latein am Ende. So wie es aussieht habe ich hier bald eine Brackpfütze mit Guppys stehen, denn wenn man hier im Forum von blassen lethargischen Nigros liest, waren die meistens in den nächsten Tagen tot!

Gehen wir mal vom Schlimmsten aus und die Tiere übestehen die nächsten Tage nicht. Was soll ich machen? Soll ich alles so lassen wie es ist? Ich bin ziemlich gefrustet und ehe ich nicht weiss, was nun los war, möchte ich mir keine neuen Kugeler anschaffen. Es ist jedenfalls seltsam, dass sie sich erst eine Woche lang richtig gut machen und dann plötzlich rapide abbauen.

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Martin Hi.
BeitragVerfasst am: 03.03.2014 19:55 Titel: Antworten mit Zitat

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moin,
also natürlich können das auch rigendwelche würmer sein, ich würde aber eher davon ausgehen, dass irgendwelche wasserwerte nicht stimmen, da sie mit kiemenwürmern wahrscheinlich auch schon vorher probleme gehabt hätten, da ging es ihnen ja aber gut. also hast du wahrscheinlich vermehrt irgendwelche giftigeren salze im wasser. teststreifen haben nach meinen erfahrungen eine sehr schlechte genauigkeit. daher würde ich mir wie gesagt entweder tröpfchentests anschaffen oder du gehst zu einem händler in deiner nähe, der testen kann. ich würde auf nitrit und auf ammoniak testen lassen. kann dein test eigentlich auch ammoniak messen?
einen diffusor hast du ja schon drin, daher kann man zur weiteren sauerstoffversorgung auch nichts weiter raten. was du versuchen kannst (bevor sie dir wegsterben), wären einfach größere wasserwechsel: giftstoffe werden auf diese weise schnell entfernt und wenn du gerade eh nicht füttern kannst, entstehen nitrit u.ä. auch nicht so schnell neu.
unwahrscheinlicher aber für durchaus möglich halte ich auch die version, dass die fische aus süßeren gegenden kommen und das aufsalzen ihnen zu schnell ging. wasserwechsel mit süßerem wasser könnte man daher also auch versuchen. klingt zwar ziehmlich radikal, aber wenn sie eh schon fast tot sind...
viel glück!
martin
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